Petersen beeindruckt: „Abgebrüht“

Lob für Luca – von allen Seiten

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Luca Zander

Jerez - So jung war Werder noch nie! Zehn Spieler aus eigenen Reihen umfasst der aktuelle Bremer Kader in Jerez. Sechs davon spielten in der Hinrunde meist in der U 23, einer von ihnen sogar noch parallel in der U 19: Luca Zander. Das nötigt einem „alten Hasen“, wie sich Nils Petersen bereits mit seinen 25 Jahren nennt, vollen Respekt ab.

„Es ist wichtig für unsere Trainingsqualität, dass sie nicht flöten geht, weil einige vielleicht noch nicht so weit sind“, verdeutlicht Petersen. „Wenn sie aber so auftreten wie hier, ist das gut für alle. Auf diese Jugendarbeit ist der Verein angewiesen. Einfacher bekommt man keine Rohdiamanten.“ Besonders fiel ihm „Nesthäkchen“ Zander auf: „In dem Alter schon so abgebrüht zu sein, ist ganz stark“, urteilt der Stürmer über den Rechtsverteidiger, der am Sonntag die zweite Halbzeit im Test gegen Nijmegen bestritt: „Ins Spiel zu kommen, wenn man zurückliegt, ist nicht einfach. Aber einen wie ihn kann man mal reinwerfen, das ist ein Überraschungseffekt.“

Sebastian Prödl scheint ebenfalls beeindruckt: „Luca hat Gas gegeben und eine Marke gesetzt. Auch die anderen Jungs können kicken – sonst hätten sie ja auch keine Profi-Verträge bekommen.“ Gemeint sind Mittelfeldmann Julian von Haacke und Offensivspieler Martin Kobylanski, die seit dieser Saison regelmäßig zwischen Bundesliga- und Regionalliga-Team hin- und herpendeln.

Nur sagen durften sie bisher nichts. Monatelang hatte Robin Dutt sie von allen Mikrofonen abgeschirmt und sich auch selbst mit Urteilen zurückzuhalten. Denn „ich habe schon Interviews von Bundesliga-Debütanten gesehen, die danach dachten, jetzt kurz vor der Wahl zum Weltfußballer zu stehen – danach haben sie aber nie mehr gespielt“, begründete der Werder-Trainer.

Gestern jedoch brach er mit dem Schweigegelübde, das er sich und den Jungen auferlegt hatte – denn die Leistungen von Martin Kobylanski, Julian von Haacke Luca Zander haben ihn auch im Trainingslager überzeugt. „Julian beherrscht die Spielverlagerung, hat eine hohe Pass-Sicherheit“, nennt sein neuer „Chef“ von Haackes Vorzüge. Bei Kobylanski fiel ihm hingegen schon früh auf, „dass er reichlich Zug zum Tor hat. ,Koby‘ bewegt sich sehr gut in die Räume.“

Tag 7 im Trainingslager von Werder Bremen

Auch Zander überzeugte den Coach bisher: „Luca bringt Tempo rein und zeigt ein gutes Stellungsspiel. Er weiß, wann er aktiv verteidigen muss und wann nicht.“ Gestern Nachmittag jedenfalls nicht. Der Defensivspieler ließ sich an einer leichten Sehnenreizung im linken Knie behandeln, soll aber schon heute wieder mitmischen. · ck

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