Bundestrainer macht dem Werder-Profi zarte EM-Hoffnungen / „Das freut mich“

Auf Löws Radar bleibt Marin eine Geheimwaffe

Schon lange standen sie nicht mehr nebeneinander, doch Bundestrainer Joachim Löw hat Marko Marin für die EM noch nicht abgeschrieben. ·

Bremen - Eine persönliche Einladung für das Länderspiel morgen gegen Frankreich hatte er schon vor längerer Zeit in der Post – allerdings nur als Zuschauer und eben nicht als Spieler. „So wie alle ehemaligen Bremer Nationalspieler, das ist beim DFB so üblich“, berichtet Marko Marin.

Deshalb weiß der Werder-Profi auch noch nicht, ob er ins Weserstadion gehen soll. Denn mit erst 22 Jahren will er kein Ex-Nationalspieler sein. Muss er nach 16 Einsätzen auch nicht, denn Bundestrainer Joachim Löw machte dem Bremer gestern hinsichtlich der EM im Sommer Mut: „Einen Marko Marin haben wir immer noch auf unserem Radarschirm.“

Oder war es etwa nur eine freundliche Geste, weil die Pressekonferenz mit Löw in Bremen stattfand? Nicht unbedingt, denn der Bundestrainer beließ es nicht bei dieser einen Aussage, ging sogar recht ausführlich auf das Thema Marin ein. „Marko hat eine schwierige Phase hinter sich und war nicht in dieser großartigen Form, wie man ihn kennt“, meinte Löw, hob aber zugleich Marins Leistung im Nordderby vor gut einer Woche in Hamburg hervor: „Da hat er uns sehr gut gefallen. Er ist sehr gut in Eins-gegen-Eins-Situationen. Er kann Spiele allein entscheiden, deshalb würde ich ihn nicht abschreiben. Wenn er das wieder über einen längeren Zeitraum beweisen kann, ist er für uns eine interessante Alternative.“

Kein Mann für die Startelf also, sonst hätte Löw sicher noch andere Qualitäten aufgezählt, aber immerhin eine Geheimwaffe für die Bank. Wenn in einer Partie mal gar nichts mehr geht, könnte Marin als Dribbler den Türöffner spielen. Der perfekte Joker eben, der auch bei Werder um seinen Stammplatz kämpfen muss.

Im Moment hat er ihn, dafür sitzt Mehmet Ekici draußen. Und das ist die Grundvoraussetzung, um die EM-Hoffnung zu bewahren. Marin muss sich zeigen, muss auffallen. „Natürlich freue ich mich, wenn der Bundestrainer positiv über mich spricht“, sagt der 22-Jährige. Aber er weiß nur zu gut, dass damit noch nichts erreicht ist: „Ich muss konstant meine Leistung bringen, erst dann kann ich an die EM denken.“ Dabei fühlt er sich durchaus auf einem guten Weg – trotz der Niederlage gegen Nürnberg und schlechter Noten (4,5 in der Kreiszeitung). „Ich fand mich nicht so schlecht“, meint Marin: „Wenn ich das Tor zum 1:0 mache, und das muss ich in dieser Situation machen, sieht es alles ganz anders aus.“

Doch Zetern hilft nicht, schon am Samstag kann es Marin in Berlin besser machen. Vielleicht wäre dafür ein bisschen Anschauungsunterricht von den Ex-Kollegen ganz gut. · kni

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