„Ich hätte es nicht machen müssen“

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Torsten Frings muss schon froh sein, wenn er über die eigene Nicht-Nominierung vom Bundestrainer informiert wird.

Baku/Bremen (csa/dpa) - Aus der Luft, irgendwo auf der Fluglinie Frankfurt - Baku, sendete Joachim Löw Grüße nach Bremen. Exakte Adresse: Torsten Frings, Weserstadion.

Der Bundestrainer zeigte sich verärgert darüber, dass sich Frings über die eigene Nicht-Berücksichtigung für das WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan aufgeregt hatte. „Ich habe mit ihm 20 Minuten telefoniert, das müsste ich nicht tun, aber ich habe es gemacht vor der Nominierung“, erklärte Löw, der es offenbar für eine betonenswerte Leistung hält, einem 79-fachen Nationalspieler die Nachricht von der Nicht-Nominierung sowie die Gründe dafür persönlich mitzuteilen. Dabei sollte das eher eine Selbstverständlichkeit sein.

Torsten Frings beklagt schon seit längerem die Behandlung durch den Bundestrainer. Am Wochenende wieder. „Wenn man acht oder neun Jahre die Knochen für das Land hingehalten hat, kann man erwarten, dass man vernünftig mitein-ander umgeht“, sagte er.

Löw denkt, dass er das getan hat – was ja auch stimmt. Jedenfalls die Form der Absage betreffend. Ein Telefongespräch, eine Erklärung – das ist grundsätzlich okay. Doch was Torsten Frings meint, ist wohl etwas ganz Anderes, viel Grundsätzlicheres. Nach der EM im vergangenen Sommer wollte er seine DFB-Karriere beenden, doch Löw überredete ihn, weiterzumachen, weil er ja ach so dringend gebraucht wird. Ihn dann bei den Nominierungen mehrfach zu übergehen, dürfte der eigentliche Stein des Anstoßes sein.

Für die Partie in Aserbaidschan gab Joachim Löw den Stuttgartern Thomas Hitzlsperger und Sami Khedira den Vorzug. Eine rein sportliche Entscheidung sei es gewesen, betonte Löw. Spannend wird’s, wenn einer der beiden die Erwartungen nicht erfüllt. Schon Ende des Monats muss Löw für das Freundschaftsspiel gegen Südafrika (5. September) sowie für das Rückspiel gegen Aserbaidschan (9. September) erneut ein Team benennen. Fehlt Frings dann wieder, wird sich die Situation verschärfen. Noch denkt der Vize-Weltmeister und Vize-Europameister nicht an einen Rücktritt.

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