Live-Ticker: Wolfsburg vs. Bremen

2:1-Niederlage für Werder in Wolfsburg

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Der Wolfsburger Josuha Guilavogui (r) und Bremens Assani Lukimya kämpfen um den Ball.

Wolfsburg/Bremen - Von Marc Stehr. Werder Bremen verliert gegen den VfL Wolfsburg. Nach Toren von Ricardo Rodríguez (Wolfsburg) und Marnon Busch (Bremen), schoß Ivica Olic den VfL Wolfsburg erneut in Führung. Mehr im Live-Ticker.

Live Blog VfL Wolfsburg vs Werder Bremen
 

Nach nur fünf Partien der neuen Saison steckt der SV Werder Bremen in der ersten Krise. Ausgerechnet gegen den ebenfalls schwächelnden VfL Wolfsburg, zu dem Aaron Hunt im Sommer wegen der „besseren sportlichen Perspektive“ gewechselt ist, soll heute der lang ersehnte Befreiungsschlag gelingen. Vier Tage genügten, um die Bremer Stimmung zu kippen. Vier Tage, in denen zwei herbe Rückschläge aus einer Aufbruchstimmung den schlechtesten Saisonstart seit 38 Jahren machten. Das 0:3 im eigenen Stadion gegen geschwächte Schalker zeigte dabei einmal mehr, wo Werders Probleme liegen: Die Abwehrarbeit. 13 Gegentore machen Werder zur Schießbude der Liga. „Diese Aussetzer bringen uns immer wieder um den verdienten Lohn“, stellt Werders Chefcoach fest. Doch auch die Chancenverwertung, in den ersten drei Spielen Werders Stärke, hat zuletzt nachgelassen: Während gegen den FC Augsburg von 13 Schüssen immerhin zwei den Weg ins Tor fanden, blieben deren zwölf vier Tage später unbelohnt. Insbesondere Eljero Elia, der eifrig an seinem Ruf als „Chancentod“ arbeitete, brachte die Bremer Fans zur Verzweiflung. Heute wird der 27-Jährige wegen des kursierenden Grippe-Virus fehlen. Er könnte durch Izet Hajrovic ersetzt werden. Ob der Bosnier, im Sommer als Hunt-Ersatz und großer Hoffnungsträger vorgestellt, für die Wende sorgen kann?

Mit dem VfL Wolfsburg trifft man zumindest auf einen Leidensgenossen. Dem VW-Club, mit dem Ziel Champions League in die Saison gegangen, fehlt bislang die Konstanz. Spiele wie gegen Bayern (1:2) und Frankfurt (2:2) hätten erfolgreicher beendet werden können. Die Europa-League-Rückkehr gegen den FC Everton (1:4) ging ebenso in die Hose wie die letzte Partie in Berlin, die mit 0:1 verloren wurde. Einzig gegen Leverkusen vor einer Woche konnte das Team von Dieter Hecking in Überzahl überzeugen und triumphierte mit 4:1. „Wolfsburg ist sicherlich stärker als fünf Punkte“, schenkte Dutt der Tabelle, in der die „Wölfe“ momentan Zwölfter sind, wenig Aussagekraft. Klaus Allofs, vor zwei Jahren von Bremen in die Autostadt gewechselt, ist angesichts den bereits bestehenden Abstandes zur Spitze dagegen besorgt: „Wir haben nicht das Punktekonto, wie man sich es gewünscht hat.“

So lässt sich vor dem 35. Duell der beiden Teams klar feststellen: Nach dem Spiel ist einer von beiden noch tiefer in der Krise als vorher. Statistisch betrachtet ist das Omen leicht auf Wolfsburger Seite: 14 Siege fuhren die Niedersachsen ein, 13 Mal jubelte Werder (sieben Remis). Der letzte Bremer Sieg in der Volkswagen-Arena liegt bereits vier Jahre zurück. Damals sorgten Almeida, Pizarro und Frings, der gleich doppelt traf, für den Erfolg. Heute ruhen die Hoffnungen auf Franco Di Santo, mit drei Treffern immerhin Zweiter der Torschützenliste, und Davie Selke, dem gegen Augsburg sein erster Bundesliga-Treffer gelang.

Für Aaron Hunt ist es „ein besonderes Spiel“. Immerhin schnürte der mittlerweile 28-Jährige 13 Jahre lang die Schuhe an der Weser und kam dabei auf 215 Bundesliga-Einsätze. Sein Start im Werksclub verlief holprig. Nur im Pokal und am ersten Spieltag gegen die Bayern stand er in der Startelf – gegen Leverkusen gelang ihm der erste Treffer für seinen neuen Arbeitgeber: „Ich wusste, dass es nicht so perfekt läuft, aber ich weiß, was ich kann.“ Ob es diesmal für die Anfangsformation reicht, ist offen: „Wenn ich der Trainer wäre, würde ich mich aufstellen", so Hunt.

Werder verliert in Wolfsburg mit 1:2

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