Im Flutlicht gegen den Abstieg: Borussia M'gladbach vs. Werder Bremen

Live-Ticker: 4:1 - Gladbach macht den Sack zu

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Christoph Kramer  freut sich über sein Tor zum 3:1

Bremen - Hrgota macht das 4:1 für Gladbach. Galvez war zuvor weggerutscht - irgendwie bezeichnend für das Spiel.

Live Blog Borussia M'Gladbach gegen Werder Bremen
 

Bis vor ein paar Jahren assoziierten Werder-Fans den Begriff „Englische Wochen“ mit dem internationalen Geschäft, zumeist mit der Champions-League. Im Jahr 2014 ist der Glanz verloren, Werder steckt mitten im Abstiegskampf.

So soll heute gegen Borussia Mönchengladbach ein wichtiger Befreiungsschlag gelingen, um sich im Keller der Bundesliga etwas Luft zu verschaffen.

Nach dem 3:3 gegen Hannover 96 tritt Werder weiter auf der Stelle. Mit 14 Punkten aus 15 Spielen rangiert die Skripnik-Truppe auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dass der Zähler überhaupt gerettet werden konnte, verdankt der Coach seinen Youngsters sowie Zlatko Junuzovic. Der Österreicher ist seit Wochen der mit Abstand beste Bremer, gab bereits sieben Torvorlagen und erzielte selbst zwei Treffer. Doch auch Davie Selke und Melvin Lorenzen, die Skripnik bestens aus der U23 kennt, zahlten das Vertrauen mit Treffern zurück.

Ein klares Zeichen für den Jugendtrend ist die Bevorzugung der Eigengewächse Oliver Hüsing (21) und Maximilian Eggestein (18) gegenüber den Topverdienern Eljero Elia und Ludovic Obraniak. Die Statistik gibt Skripnik Recht: Gegen Paderborn (4:0) und zuletzt Hannover setzte der Ukrainer auf Talente und holte vier Zähler. In den Duellen mit Hamburg (0:2) und Frankfurt (2:5) vertraute er den Erfahrenen und ging leer aus. Möglicherweise könnte die Unbekümmertheit von Selke und Co. gegen selbstbewusste Gladbacher heute ein Vorteil sein.

Die Gastgeber haben nach zwischenzeitlich drei Niederlagen in Folge wieder in die Spur gefunden und holten aus den letzten beiden Partien vier Punkte (3:2 gegen Berlin und 1:1 gegen Leverkusen). Der Lohn: Tabellenplatz fünf und Tuchfühlung mit den Champions-League-Rängen. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist, dass der Kern über den Sommer zusammengehalten und nur punktuell verstärkt wurde. So ist André Hahn, der vor der Saison aus Augsburg kam, neben Torhüter Yann Sommer die einzige Neuverpflichtung in der Startformation.

Verzichten muss Lucien Favre auf Abwehrchef Martin Stranzl aufgrund von Oberschenkelproblemen. Seinen Platz dürfte der Niederländer Roel Brouwers einnehmen und gemeinsam mit seinen Nebenmännern an einer unrühmlichen Statistik arbeiten: Kein Team ließ im bisherigen Saisonverlauf mehr Torschüsse zu als die „Fohlen“. 243 Mal wurde auf das Tor von Sommer gefeuert, doch lediglich 13 Mal schlug es ein. Die Bremer hingegen kassierten mit 34 Treffern fast drei Mal so viele und sind damit die Schießbude der Liga.

Ein Blick auf den direkten Vergleich verrät: Werders Chancen auf einen Erfolg sind keineswegs aussichtslos. Insgesamt 17 Mal trafen sich beide Teams in der „Englischen Woche“ - hierbei holten die Hanseaten insgesamt neun Siege und sechs Remis. Das letzte Mittwochabendspiel liegt bereits 18 Jahre zurück und endete mit einem grün-weißen 2:0-Heimsieg . In der 85. Minute wurde damals Werders heutiger Sportchef Thomas Eichin auf Seiten der Gladbacher eingewechselt. Marc Stehr

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