Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen

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Gladbach / Bremen - Von Marc Stehr. Wenn um 18:30 Uhr das Topspiel des 25. Spieltags zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen angepfiffen wird, könnte der Druck für Werder kaum größer sein.

Drei Niederlagen in Folge, der Absturz auf Platz 14. Gut nur, dass es jetzt gegen Gladbach geht.

Die letzten Wochen verliefen alles andere als zufriedenstellend für Werder. Noch vor einem Monat wurde der VfB Stuttgart mit 4:1 überrollt, seitdem geht es bergab. Der bitteren Niederlage gegen den SC Freiburg folgte ein Debakel beim Rekordmeister aus München und eine nicht unverdiente Heimpleite gegen den abstiegsbedrohten FC Augsburg.

Bei Gladbach läuft es dagegen nach dem Ausscheiden aus der Europa-League gegen Lazio Rom wieder rund. Nach den Achtungserfolg gegen Dortmund (1:1) folgte ein Sieg über die auf dem vierten Platz rangierende Frankfurter Eintracht. Den Siegtreffer erzielte der 12 Millionen-Mann Luuk de Jong, auf dem auch heute die Hoffnungen ruhen. Mit 32 Zählern steht Gladbach auf einem ordentlichen neunten Platz, fünf Plätze vor Werder.

Für die Bremer ist es die wohl letzte Chance, noch einmal an die internationalen Plätze anzuklopfen. Vor vier Wochen betrug der Abstand auf die Europa-League-Plätze nur drei Punkte. Jetzt sind die sechstplatzierten Schalker mit 36 Zählern bereits acht Punkte vor den Grün-Weißen. Der Vorsprung auf zuletzt starke Augsburger (Platz 16) ist dagegen auf sieben Punkte geschrumpft. Die Abstiegsangst ist zurück in der Hansestadt. Hinzu kommt die anhaltende Debatte um Trainer Thomas Schaaf, der bei vielen Fans seinen Kredit verspielt hat. Bei der 0:1 Niederlage gegen Augsburg gab es sogar Pfiffe gegen den einstigen Erfolgscoach, der seit 1999 auf der Bremer Trainerbank sitzt. An Rücktritt denkt der 51-Jährige nicht: „Ich bin immer noch da und habe mich jederzeit meiner Aufgabe gestellt. Ich bin nicht eine Sekunde auf irgendeinem Abweg gewesen.“

Um die Spieler vor der anstehenden Partie wieder Top-Niveau zu bringen, wird Schaaf mit Sicherheit an das Hinspiel erinnern. Mit 4:0 fegte man die Gladbacher aus dem Borussia-Park, der bislang höchste Saisonsieg. Um die Offensivqualitäten der Bremer weiß auch Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen: „Die Bremer haben große individuelle Klasse, gerade in der Offensive. Es wird ein hartes Stück Arbeit.“

Harte Arbeit der Gladbacher wurde in den Duellen mit Werder bislang eher selten belohnt. Mit 37 Siegen aus 87 Aufeinandertreffen (bei 30 Niederlagen und 20 Remis) hat Werder im Direktvergleich klar die Nase vorn. Für Tore war auch stets gesorgt. Das letzte 0:0 gab es 1998, noch vor Beginn der Ära Schaaf.

Personell stehen zwei Änderungen in der Startelf im Raum. Beim Abschlusstraining ließ Schaaf die schwächelnden Marko Arnautovic und Eljero Elia nur in der B-Elf spielen, für sie agierten die Youngsters Özkan Yildirim und Tom Trybull.

Sicher fehlen wird Abwehrchef Sokratis, der wegen seiner fünften Gelben Karte nicht spielberechtigt ist. Für ihn rückt Neuzugang Mateo Pavlovic in die Anfangsformation.

Fraglich ist der Einsatz von Kevin de Bruyne, der immer noch mit seinem verletzten linken Knie zu kämpfen hat. Über einen Einsatz soll kurzfristig entschieden werden. Für Raphael Wolf, der sich im Training das Kreuzband riss, steht in dieser Saison erstmals der 32-Jährige Christian Vander als Ersatztorwart im Kader.

Schiedsrichter der Begegnung ist der Fifa-Referee Wolfgang Stark aus Ergolding. Für den Bankkaufmann ist es das erste Spiel in dieser Saison mit Bremer Beteiligung.

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