Linksverteidiger wechselt nach Düsseldorf

Werder zahlt für Schmitz-Abschied

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Lukas Schmitz wird Düsseldorfer.

Bremen - Zwei Profis wollte der SV Werder in diesem Sommer unbedingt von der Gehaltsliste bekommen, um Geld zu sparen – bei einem hat es nun geklappt: Lukas Schmitz wechselt zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, wo er gestern bis 2016 unterschrieben hat.

Eine Ablöse kassieren die Bremer für den 25-jährigen Linksverteidiger allerdings nicht, obwohl er noch einen Vertrag bis 2015 besitzt. Werder muss sogar eine Abfindung berappen, um Schmitz loszuwerden. Denn der Abwehrspieler hat in Bremen durch den Vertragsabschluss in der Ära Allofs einfach zu gut verdient: über eine Million Euro im Jahr. Fortuna kann ihm in der Zweiten Liga aber nur 300000 Euro zahlen. Dem Vernehmen nach spart Werder durch den Wechsel rund eine halbe Million Euro an Gehalt.

Geld, das der Club gut gebrauchen kann, denn auch im laufenden Geschäftsjahr (endet am 30 Juni) hat Werder tiefrote Zahlen geschrieben. Das Minus soll sogar noch höher sein als im Vorjahr (7,9 Millionen Euro). Ursächlich dafür ist auch der Wintertransfer von Ludovic Obraniak für knapp zwei Millionen Euro.

So ein Ablöse würde Werder gerne auf der Habenseite verbuchen – am liebsten für Mehmet Ekici, dem zweiten Verkaufskandidaten. Doch die Situation beim türkischen Nationalspieler ist verzwickter. Für ihn hat Werder vor drei Jahren stolze fünf Millionen Euro an die Bayern überwiesen, für Schmitz war es „nur“ eine Million. Ekici, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, muss also eine Ablöse einbringen. Aber wer zahlt die? Und wer übernimmt sein Gehalt von fast zwei Millionen Euro?

Immerhin hat der 24-Jährige seinen Willen zum Vereinswechsel bekundet. So war es auch bei Schmitz. Der hatte nach nur drei Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison die Nase voll – und zog nun die Konsequenzen.

Obwohl der 25-Jährige bereits 104 Bundesliga-Spiele (je 52 für Werder und Schalke) bestritten hat, sieht er in dem Wechsel zum Zweitligisten keinen Rückschritt, sondern spricht lieber von einem „Neuanfang bei einem spannenden Projekt, das auf dem Weg nach oben ist“.kni

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