Levin Öztunali soll den Konkurrenzkampf verschärfen / Opa Uwe schimpft auf den HSV

Ausrufezeichen mit Absicherung

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Jung, schnell, dynamisch: Levin Öztunali.

Bremen - Werder Bremen hat sich Levin Öztunali geangelt – eines der größten Talente des deutschen Fußballs soll sich an der Weser zu einem echten Bundesliga-Profi entwickeln. Das ist der Plan von Bayer Leverkusen – der Werksclub verleiht den 18-Jährigen bis Sommer 2016 an den SV Werder. Und was erwarten die Bremer von dem blutjungen Spieler? Das ist nur eine von mehreren Fragen, die sich um die Ausleihe ranken.

Was kann Öztunali bei einem Verein in Abstiegsgefahr tatsächlich bewirken?

Ganz klar: Werder setzt nicht auf die Erfahrung, sondern auf das Können eines Spielers. Von Öztunali erwartet Geschäftsführer Thomas Eichin, dass er das Niveau der Mannschaft anhebt, sieht ihn auf der rechten Seite oder gar als „Zehner“ im Mittelfeld: „Er kann auf drei, vier Positionen spielen. Er ist jung, schnell, dynamisch im Spiel nach vorne.“

Die Frage, ob Öztunali die Nerven hat, um im Abstiegskampf zu bestehen, stellt sich nicht. Denn für ihn gibt es keinen Abstiegskampf, er würde einfach zu Bayer 04 zurückkehren, wenn es bei Werder schiefginge.

Öztunali kommt als Leihgabe – blockiert er „eigene“ Spieler wie Izet Hajrovic oder Levent Aycicek?

Eines ist bei Eichin immer höchstes Gebot: Neuzugänge machen nur Sinn, wenn sie die eigenen Talente nicht blockieren. Genau das könnte bei Öztunali und Hajrovic (23) oder Aycicek (20) aber passieren. Alle drei sind auf dem Platz in den gleichen Regionen unterwegs. Aber Sportdirektor Rouven Schröder sieht kein Problem: „Wir wollen Konkurrenzsituationen schaffen. Kommt ein neuer Spieler, sollen sich die anderen berufen fühlen, noch mehr Gas zu geben.“ Und überhaupt: Allein, dass Werder Öztunali bekommen hat, „ist ein Ausrufezeichen für uns“, sagt Schröder.

Kann Leverkusen Öztunali jederzeit zurückpfeifen?

Innerhalb der Transferfristen schon. Mir nichts, dir nichts geht es aber auch dann nicht. Sollte Leverkusen Levin Öztunali vor Ablauf der Ausleihe zurückhaben wollen, „wird Geld fällig“, so Schröder, „das ist unsere Absicherung“.

Was sagt eigentlich Uwe Seeler?

Das HSV-Idol ist Öztunalis Opa – und hat überhaupt nichts dagegen, dass der Enkel, obwohl beim HSV ausgebildet, nun beim Nordrivalen Werder kickt. „Damit habe ich kein Problem. Ich habe in Bremen viele Freunde“, sagte der 78-Jährige der „Bild“-Zeitung. Bissig wird Seeler jedoch beim Thema HSV. „Es hat sich mal wieder niemand darum gekümmert, dass Levin nach Hamburg zurückkommen würde“, schimpfte er in der „Morgenpost“.

csa

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