„Das Finale ist ganz weit weg“

Der Pokalheld fällt aus, die Pokalrevanche auch

MIT DIESEM Schuss vorbei an Manuel Friedrich erzielte Mesut Özil im Mai das entscheidende Tor zum Bremer Pokalsieg. Das Wiedersehen heute fällt jedoch aus – Özil ist weiter verletzt.

Werder-Bremen - BREMEN/LEVERKUSEN. Diesmal gibt es kein Vielleicht oder Möglicherweise. Diesmal ist klar: Mesut Özil kann nicht spielen. Der junge Mittelfeldstar fehlt Werder Bremen heute bei der Auswärtsaufgabe gegen Bayer Leverkusen (17.30 Uhr). Es ist der zweite Ausfall in Folge für den 20-Jährigen.

Die Reise auf die Urlaubsinsel Madeira hatte er Mitte der Woche noch mitgemacht, saß aber schon gegen Nacional Funchal (3:2) auf der Tribüne. Seither hat sich Özils Knieverletzung nicht entscheidend verbessert. Und es nicht abzusehen, ob der Bremer Shootingstar am kommenden Mittwoch im DFB -Pokal-Spiel gegen den FC St.

Bayer schielt gen Spitze

Pauli einsatzfähig sein wird. Werder-Coach Thomas Schaaf kann kaum für Aufklärung sorgen: „Mesut hat Schmerzen, er braucht Zeit.“ Zwar handele es sich um „nichts Schlimmes, aber die Beschwerden sind halt so, dass sie Mesut behindern“, so Schaaf.

Folglich gehen die Bremer heute mit demselben, nur 16 Mann starken Kader und vermutlich auch mit derselben Startelf in die Partie gegen die Werkself aus Leverkusen, die bisher positiv überrascht hat. Fünf Spiele, vier Siege, ein Unentschieden – nur ein Tor fehlt derzeit zum Status des Spitzenreiters. Eine bemerkenswerte Zwischenbilanz, keine Frage. Auch Schaaf ist nachhaltig beeindruckt: „Die Mannschaft ist zusammengewachsen. Deshalb ruft sie solche Leistungen ab.“

Werder kann sich jedoch rühmen, der bis dato letzte Bayer-Bezwinger zu sein. Am 30. Mai gewannen die Bremer das DFB -Pokal-Finale mit 1:0. Torschütze damals: Mesut Özil . Weil er heute passen muss, ist eine exakte Kopie des Endspiels ausgeschlossen. Und auch sonst – da sind sich Thomas Schaaf und sein Leverkusener Kollege Jupp Heynckes einig – wird die gemeinsame Pokal-Vergangenheit in der BayArena keine Rolle spielen. „Das ist doch lange her und ganz weit weg“, meint der Bremer: „Leverkusen wird natürlich gewinnen wollen, aber eine Revanche ist nicht möglich. Der Pokal steht bei uns, und da bleibt er auch.“

Heynckes, im Mai noch Bayern- und nicht Bayer-Coach, konnte in seinem Team ebenfalls keine speziellen Pokalnachwirkungen feststellen: „Das hat die Mannschaft längst verarbeitet, das sieht man in unseren Spielen. An das verlorene Finale verschwendet bei uns niemand mehr einen Gedanken.“ Die Blicke gehen längst nach vorn – Richtung Tabellenspitze. Dahin also, wo der aktuelle Neunte aus Bremen nach Meinung von Keeper Tim Wiese in dieser Saison nicht hingehört. Gegenbeweise können heute erbracht werden.

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