Spätestens Mitte März fällt die Entscheidung

Das letzte Derby für Aaron Hunt?

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Gehen oder Bleiben? Werder will im März eine Entscheidung von Aaron Hunt. Und der Vize-Kapitän wird sie liefern: „Das ist nur fair.“ 

Bremen - Es war ein herrlicher Schlenzer, den Aaron Hunt da von der linken Seite aus spitzem Winkel in die Maschen lupfte. Die zahlreichen Trainingskiebitze johlten und klatschten, von solchen kleinen Kabinettstückchen waren sie lange nicht verwöhnt worden.

Der Bremer Vize-Kapitän hatte sich in diesem Monat mit Infekten und Schmerzen in der Patellasehne geplagt, zuletzt stand Hunt gegen Dortmund Anfang Februar auf dem Platz. Seit Freitag ist der offensive Ideengeber nun wieder im Training und soll am Samstag gegen Hamburg sein Comeback geben. Seit beinahe zehn Jahren ist Hunt ein Werderaner und hat schon etliche Nordderbys miterlebt – doch dieses könnte vielleicht sein letztes werden.

Denn nach wie vor ist offen, ob Hunt Bremen im Sommer verlässt oder doch bleibt. Werders Manager Thomas Eichin hat seinem Regisseur längst ein Vertragsangebot vorgelegt, und Hunt sagte gestern mit einem Augenzwinkern, er habe es „sogar schon durchgelesen“. Doch für die Entscheidung pro oder contra Werder nimmt sich der 27-Jährige die gebotene Zeit. Bis Mitte März will er verkünden, wohin sein sportlicher Weg ihn führen wird. „Thomas Eichin wollte gerne die Entscheidung im März“, sagte Hunt, „das ist ja auch nur fair.“ Bleiben oder gehen – das ist die große Frage. Und die vier noch verbleibenden Schicksalsspiele in den kommenden Wochen gegen die direkten Konkurrenten dürften Hunt die Richtung anzeigen, was er von Werder zukünftig zu erwarten hat. Umso wichtiger ist ein gutes Ergebnis am Samstag (15.30 Uhr) gegen den HSV. „Das Derby hat immer Brisanz“, sagte er, „doch dieses Mal vielleicht noch mehr.“

Bilder vom Training am Mittwoch

200 Werder-Fans beim Training vorm Nordderby am Mittwoch

Dass die Hamburger unter dem neuen Coach Mirko Slomka neuen Schwung bekamen, „interessiert uns nicht“, betonte Hunt. Die Bremer wollen sich nur auf sich selbst konzentrieren und darauf, dass sich ihre Heimbilanz gegen den Erzrivalen sehen lassen kann. „Es ist schon lange her, dass wir Zuhause mal gegen den HSV verloren hätten“, stellte der Bremer Regisseur klar. In der Liga ist das fast auf den Tag genau sieben Jahre her, und die Serie soll im 100. Derby auch auf keinen Fall reißen. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Wir können Hamburg mit einem Sieg schon etwas mehr hinter uns lassen“, sagte Hunt: „Aber gleichzeitig können sie auch punktgleich an uns vorbei ziehen. Wir wissen, worum es geht.“ Das dürfte wohl auch für seine eigene Situation gelten. · phi

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