Musterprofi Augustinsson

„Luddes“ Lernprozess: „Ich weiß jetzt, dass es nicht immer nur nach vorne gehen kann“

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Ludwig Augustinsson spielt seine vermutlich beste Saison im Dress des SV Werder.

Bremen – Er gilt als absoluter Musterprofi, der seiner fußballerischen Entwicklung alles andere unterordnet – und vor diesem Hintergrund hat Ludwig Augustinsson in der laufenden Saison eine ganz spezielle Erfahrung gemacht. „Ich habe eingesehen, dass es manchmal besser ist, ein bisschen zu relaxen“, sagte der 25-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde und erklärte, warum ihm das geholfen hat.

Auch zu vielen anderen Themen bezog der schwedische Nationalspieler Stellung. Ludwig Augustinsson über ...

… Werders Chancen auf Europa

Wenn wir auf die Tabelle schauen, ist ganz klar, dass wir die letzten beiden Spiele gewinnen müssen. Außerdem sind wir noch von anderen Ergebnissen abhängig. Es wird also sehr schwierig, wir brauchen auch Glück. Aber es ist noch möglich. Wir werden bis zur letzten Minute kämpfen. Das Spiel in Hoffenheim ist ein Finale für uns, und wir wissen, dass wir es gewinnen können.

… seine Zukunft

Ob wir die Europa League erreichen oder nicht, spielt keine Rolle für meine Zukunft. Natürlich ist es unser Ziel, und ich persönlich würde auch gerne wieder international spielen, aber davon hängen meine Planungen nicht ab. Ich habe hier erst vor acht Monaten einen neuen Vertrag unterschrieben. Ich glaube an den Club, und der Club glaubt an mich. Ich bin sehr glücklich bei Werder.

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… Mentalität des Teams

Die Veränderung hat in dem Moment begonnen, als der Trainer (Florian Kohfeldt, Anm. d. Red.) bei uns angefangen hat. Er hat uns sehr früh klar gemacht, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können und daran glauben sollen. Und das zu einem Moment, als wir noch ganz unten standen. Damals haben wir relativ schnell in Dortmund gewonnen. Das war sehr gut für unser Selbstvertrauen, weil wir gesehen haben, dass der Trainer Recht hat. Das war der Moment, wo die Entwicklung begonnen hat. Inzwischen wissen wir, dass wir eine starke Mannschaft sind und jedes Spiel gewinnen können – egal ob auswärts oder zu Hause. Und selbst wenn wir 0:2 hinten liegen, glauben wir daran, dass wir das Spiel noch drehen können.

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… seine Entwicklung bei Werder

Ich mache Schritte nach vorne, in jedem Aspekt des Spiels. Aber natürlich gibt es noch Dinge, die ich besser machen möchte. Ich bin ja auch erst 25. Da gibt es noch eine Menge Luft nach oben, um mich weiterzuentwickeln. Ich habe das Gefühl, dass ich dafür genau am richtigen Ort bin, dass meine Entwicklung bei Werder in die richtige Richtung geht. Ich habe in dieser Saison sieben Tore vorbereitet und eines selbst geschossen. Das ist okay. Aber natürlich will ich mehr. Ich möchte immer so offensiv wie möglich spielen, aber es gibt ja auch taktische Vorgaben. Ich bin immer noch Verteidiger, also ist das Verteidigen mein Hauptjob. Das Angreifen kommt erst danach.

… sein überwundenes Formtief

Es gab eine Phase in dieser Saison, in der ich ein paar Probleme mit meinem Körper hatte. Da war ich nicht bei 100 Prozent und konnte in den Spielen mein Level nicht ganz halten. Das war eine neue Erfahrung für mich. Ich weiß jetzt, dass es nicht immer nur nach vorne gehen kann, auch wenn das meine Mentalität ist. Eigentlich will ich immer mehr, mehr, mehr, aber ich habe eingesehen, dass es manchmal besser ist, ein bisschen zu relaxen. Lieber mal einen Schritt zurücktreten, um dann wieder zwei nach vorne zu machen. Das habe ich getan.

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… Claudio Pizarro

Jeder weiß, dass er eine Legende ist. Dazu ist er als Typ einfach fantastisch in der Kabine und auf dem Trainingsplatz. Er ist das beste Beispiel dafür, wie man sich professionell verhält und sich auf die Trainingseinheiten und Spiele vorbereitet. Jedes Mal wenn er auf den Platz kommt, zeigt er, welche Qualität er hat. Ich hoffe, dass er bleibt, denn er kann uns auch weiterhin helfen.

Quelle: DeichStube

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