Trinks sucht sein Glück nun in Budapest

Die unterschiedlichen Wege der Europameister

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Großer Glücksmoment: Lennart Thy (links/mit Torjäger-Trophäe) und Florian Trinks (mit EM-Pokal) kurz nach dem gewonnenen Finale gegen die Niederlande.

Bremen - Ihr größter sportlicher Erfolg ist schon fast sieben Jahre her. Es war der 18. Mai 2009, als Lennart Thy und Florian Trinks in Magdeburg mit der deutschen U 17 im EM-Finale gegen die Niederlande antraten – und zu gefeierten Helden wurden.

Thy (mit drei Treffern auch Torschützenkönig des Turniers) schaffte den Ausgleich, Trinks gelang in der Verlängerung mit einem herrlichen Freistoß (später zum „Tor des Monats“ gewählt) das entscheidende 2:1. Werder war damals total stolz, zwei solche Talente im Verein zu haben. Beide schafften später auch den Sprung in den Profikader, doch in Bremen durchsetzen konnten sich die Zwei nicht. Beide verließen den Club – der eine (Thy) kommt im Sommer zurück und hofft, es im zweiten Anlauf in der ersten Liga zu packen. Der andere (Trinks) scheiterte auch in der Zweiten Liga und ist inzwischen in Ungarn bei Ferencvaros Budapest gelandet.

Thy hat seinen Vertrag bei Zweitligist FC St. Pauli nicht verlängert, verlässt Hamburg nach vier Jahren und wechselt ablösefrei zurück nach Bremen. „Er verdient es, jetzt den nächsten Schritt zu machen“, hatte Werder-Coach Viktor Skripnik über den 23-jährigen Stürmer, den er schon in der Jugend trainierte, gesagt. Thy, beim aktuellen Zweitliga-Vierten mittlerweile Stammkraft, traut sich die Erste Liga durchaus zu. Bis Saisonende will er jedoch erst mal Vollgas für den Kiez-Club geben. Der „Hamburger Morgenpost“ sagte er: „Es ist nicht mein Naturell, mir die Eier zu schaukeln. Wir haben ein geiles Team, in dem es Spaß bringt, Fußball zu spielen. Wir dürfen aber nicht ein Prozent nachlassen.“ St. Pauli mischt munter im Aufstiegskampf mit und könnte in der Relegation theoretisch auf Werder (momentan 16.) treffen.

Thys alter Kumpel Trinks (23), der im Januar 2013 von Werder (16 Bundesliga-Einsätze) zu Greuther Fürth gewechselt war, spielt schon erstklassig – allerdings „nur“ in Ungarn. Nach zwei Kurzeinsätzen in der Hinrunde ergriff er die Flucht aus Fürth und unterschrieb bis Sommer 2017 bei Rekordmeister Ferencvaros, dem Club des deutschen Trainers Thomas Doll. „Wir hatten ein sehr langes und intensives Gespräch, in dem er mich sehr neugierig auf den Verein gemacht hat“, sagte der gebürtiger Geraer Trinks der „Ostthüringer Zeitung“ und ergänzte: „Für mich ist das eine neue, sehr reizvolle Aufgabe. Ich will mit dem Team die Meisterschaft gewinnen und dann im Sommer in der Champions-League-Qualifikation spielen.“ mr

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