Fehlen die Zusatzeinnahmen, müssen Stars gehen

Lemkes Warnung

Willi Lemke macht klar: Ohne Zusatzeinnahmen aus dem europäischen Geschäft ist das aktuelle Team nicht zu halten.

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Werder gegen Hoffenheim – das war gestern nicht nur ein DFB-Pokal-Match. Es ging ein bisschen auch um die Zukunft der aktuellen Bremer Mannschaft.

Denn Willi Lemke, Ex-Manager und jetziger Vorsitzender des Werder-Aufsichtsrates, machte vor dem Anpfiff bereits klar, dass eine Saison ohne Einnahmen aus dem internationalen Geschäft „logischerweise Auswirkungen“ auf die Zusammenstellung der Mannschaft haben werde.

Im Interview mit „Welt online“ sagte Lemke: „So etwas darf bei unserem System nicht langfristig passieren. Wir haben ein zu gut besetztes und damit teuer zu bezahlendes Mannschaftsgefüge. Das ist eine Hausnummer, und diese Hausnummer kann man nur dann halten, wenn man die entsprechenden Einnahmen erzielt. Wenn die nicht da sind, werden wir die Ausgaben reduzieren müssen.“

Im Klartext heißt das: Schaffen es die Bremer in dieser Saison überhaupt nicht auf die internationale Bühne, wird für den einen oder anderen Star der Vorhang fallen. Per Mertesacker, Mesut Özil, Naldo, Marko Marin – sie alle würden gute Erträge bringen. Zu den Top-Verdienern gehören aber auch Claudio Pizarro (31) und Torsten Frings (33). Wackeln dann alle?

Laut Lemke wäre ein „großer Kraftakt“ nötig, um überhaupt ein zweites Jahr ohne Champions League „gerade noch mal so“ zu meistern: „Die Frage ist, ob wir uns über den DFB-Pokal oder die Bundesliga für die Europa League qualifizieren können. Das würde es ein kleines bisschen kompensieren.“ Dann, so sagt es der 63-Jährige, ginge Werder „nicht auf die Knie“. Die Europa League sei als kleiner Ableger der Königsklasse jedoch nur „so etwas wie ein Trostpflaster“.

Klar ist für den UN-Sonderbeauftragten für Sport und Entwicklung jedoch, dass der „worst case“ – sprich: keine Champions League, keine Europa League, keine Finals in den Cup-Wettbewerben – dramatische Einschnitte zur Folge hätte. Dann, so Lemke, „stellt sich die Situation völlig anders da“.

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