Lemkes Machtwort: Werder muss sparen

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Willi Lemke.

Bremen - Werder Bremens Aufsichtsratschef Willi Lemke hat im Streit um weitere Transfers ein Machtwort gesprochen und der sportlichen Leitung einen Sparkurs verordnet.

Spielerverpflichtungen als Reaktion auf die Verletzungsmisere beim Fußball-Bundesligisten seien nur möglich, “wenn ein gangbarer Weg gefunden wird“, teilte Lemke am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mit Clubchef Klaus Allofs am späten Dienstagabend mit. Schon jetzt seien “erheblich mehr Mittel frei gegeben“ worden, als wahrscheinlich eingenommen werden. Medienberichte über finanzielle Probleme bei Werder bezeichnete Allofs jedoch als “völlig an den Tatsachen vorbei.“

Die Erklärung von Willi Lemke, Vorsitzender des Aufsichtsrates

"Wir haben hart, aber konstruktiv diskutiert. Da die Einnahmen aus der Champions League fehlen, ist die finanzielle Ausstattung gegenüber der Vorsaison, wo wir durch diese Einnahmen und den Özil-Transfer einen Gewinn erwirtschaftet haben, deutlich verringert. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Dennoch wurden vom Aufsichtsrat bereits erhebliche Mittel für die Verpflichtungen der Spieler Ekici, Schmitz, Wolf, Stevanovic und Trybull frei gegeben. Das Planbudget 2011/2012 beinhaltet bereits jetzt signifikante Ausgaben, die deutlich über die erwarteten Einnahmen hinausgehen. Um der veränderten Einnahmesituation Rechnung zu tragen ist eine restriktive Ausgabenpolitik unabdingbar. Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat versichert, dass diese Haltung akzeptierter Grundsatz des gemeinsamen Handelns ist und eventuelle Irritationen in dieser Richtung bedauert. Werder Bremen hält an der Geschäftspolitik fest, einen finanziell gesunden Verein zu erhalten und auch weiterhin nur das Geld auszugeben, das eingenommen wird."

Willi Lemke sagte weiter: "Natürlich haben wir Verständnis für die Sorgen der sportlichen Leitung, die durch die Verletzung von Mikael Silvestre sich noch einmal verstärkt haben. Wenn ein gangbarer Weg gefunden wird, unterstützen wir die Bemühungen, die derzeitige personelle Lage in der Innenverteidigung noch zu verbessern."

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