Lemke: Rasselbande statt Stars

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Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke

BREMEN . Willi Lemke ist den Gerüchten, Werder Bremen hätte mehrere Millionen Euro am Kapitalmarkt verspekuliert, deutlich entgegengetreten.

„Völliger Quatsch. Wer so etwas sagt, den müsste man verklagen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ und führte aus: „Erstens ist es laut unserer Geschäftsordnung strikt verboten, dass die Geschäftsführung sich an Börsengeschäften beteiligt. Zweitens: Glauben Sie im Ernst, ich würde so etwas zulassen? Nicht mit mir!“

Laut Lemke seien die Einnahmen der fetten Champions-League-Jahre hauptsächlich in die Mannschaft geflossen: „Wenn du also gute Spieler hast und willst sie auch behalten, musst du ihnen richtig Geld bezahlen. Als wir viel Geld hatten, hat Klaus Allofs (Sportdirektor, d. Red.) immer versucht, die besten Spieler zu holen. Diesen Weg sind Geschäftsführung und Aufsichtsrat ohne Wenn und Aber zusammen gegangen.“

Jetzt, da die Zusatzeinnahmen fehlen, werden „Rücklagen aufgebraucht“, so Lemke. Folglich steht er Transfererlösen durch den Verkauf von Leistungsträgern wie Per Mertesacker und Tim Wiese (beide Vertrag bis 2012) noch bis Monatsende mehr als offen gegenüber. Lemke fordert gar einen neuen Kurs in der Personalpolitik. Seine Linie: „Wir müssen von den sehr hoch bezahlten Superstars hin zu einer hungrigen Rasselbande kommen. Wir können gar nicht anders.“

 csa

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