Prödl und Junuzovic fassungslos / Ex-Bremer Arnautovic stinksauer über Rote Karte

Die Leere nach dem WM-Aus

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Aus der Traum! Mit hängendem Kopf trottete Zlatko Junuzovic nach der Niederlage gegen Schweden in die Kabine. ·

Bremen - Es wäre auch zu schön gewesen, diese Reise an den Zuckerhut nach Brasilien. Endlich wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein, davon hatten die Österreicher seit 15 Jahren geträumt – und für eine Halbzeit durften sie ihren großen Traum leben. Dann aber kam Zlatan Ibrahimovic und walzte ihn kurz vor dem Abpfiff mit dem 2:1-Siegtreffer der Schweden noch platt.

„Jetzt herrscht Leere“, sagte Werders Abwehrspieler Sebastian Prödl der Zeitung „Krone“: „Ich bin noch nie in einer Kabine gesessen, in der es nach einem Spiel so leise war.“ Es gab nichts mehr zu sagen. Sie hatten besser gespielt als die Schweden, aber dafür konnten sie sich nichts kaufen. Fassungslos, geradezu geschocht hockten die Österreicher beieinander – alles war aus.

„Wir hatten alles in der eigenen Hand, umso bitterer ist es, dass wir noch verloren haben“, sagte Bremens Mittelfeldakteur Zlatko Junuzovic enttäuscht, „in der zweiten Hälfte sind mit zwei, drei Weitschüssen der Schweden auf einmal die Fans wiedergekommen, und das Spiel ist gekippt.“

Nur einer war nach dem Aus noch fuchsteufelswild: Marko Arnautovic. Der Ex-Bremer hatte nach einem angeblichen Kopfstoß gegen Johan Elmander kurz vor dem Ende die Rote Karte gesehen.

„Rot war einfach nur lächerlich“, schimpfte Arnautovic, „ich habe so viel Wut in mir.“ Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir sei auf eine Schauspieleinlage Elmanders hereingefallen, glaubt der 24-Jährige: „Wenn mir einer auf einem Video zeigt, dass ich schuld bin, höre ich sofort mit dem Fußballspielen auf. Elmander ist zu 100 Prozent schuld, ich null Komma Josef. Er hat mir mit dem Kopf auf die Nase geschlagen und ist dann umgeflogen.“

Arnautovic‘ ehemaliger Coach Robin Dutt pflichtete dem „Bad Boy“ bei: „Das war niemals Rot. Ich weiß nicht, ob da ein anderer Spieler Rot bekommen hätte.“

Der Werder-Trainer hatte seine Nationalspieler schon kurz per SMS getröstet und will sie bei ihrer Rückkehr weiter aufpäppeln. Ihre Enttäuschung versteht er gut. „Für sie ist ein Traum geplatzt“, sagte Dutt, „die Erfahrung einer WM hätte sie und damit auch Werder sicher weitergebracht.“ · phi

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