Hinrunden-Aus für Claudio Pizarro? / „Hoffentlich kann ich vor Weihnachten noch spielen“

„Laufen geht nicht“

Von Carsten Sander · Schnellen Schrittes kommt er aus der Kabine gestürmt. So schnell, dass die von seiner Anwesenheit überraschten Journalisten schon den Laufschritt einlegen müssen, um Claudio Pizarro auf dessen Weg zum Auto zu folgen. Und zu befragen. Wer so schnell gehen kann, der kann doch bald auch wieder spielen, oder? Pizarro lacht nur. Es ist ein leicht bitteres Lachen.

Wie er denn spielen soll, wenn er nicht mal richtig laufen kann, fragt der Torjäger von Werder Bremen zurück. Oft hat er es in den letzten Tagen, die er überwiegend bei Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München verbracht hat, probiert. Mit immer demselben Ergebnis. „Laufen geht nicht“, sagt der 31-Jährige: „Der Fuß wird sofort dick und warm.“

Das sind keine guten Zeichen, und Claudio Pizarro hat längst verstanden, dass die vor fast fünf Wochen erlittene Sprunggelenksverletzung eine Geduldsprobe für ihn wird. Und für Werder. Des Spielers Prognose lässt jedenfalls jede Hoffnung auf ein baldiges Comeback platzen. „Ich hoffe“, meint der Stürmer, „dass ich noch vor Weihnachten wieder spielen kann. Aber ob daraus ’was wird, weiß ich auch nicht. Es wird auf jeden Fall schwer.“

Gut möglich, dass Pizarro in der Hinrunde (mit noch vier Partien in der Bundesliga und zwei in der Europa League) nicht mehr eingreifen wird. Zuletzt ist er zwischen Bremen und München gependelt – selbst gestern wähnte ihn niemand daheim, sondern zur Behandlung im Süden. Aber eine entscheidende Besserung haben die Müller-Wohlfahrt-Maßnahmen bislang noch nicht gebracht. Es sei eben kompliziert „eine Heilung herbeizuführen“, sagt Trainer Thomas Schaaf mit einem kleinen Seufzer. Der „Fuß-Wurzelbereich“, dort, wo sich Pizarro beim 4:1 gegen den VfL Bochum einen Haarriss zugezogen hatte, „ist nicht so einfach zu erreichen“, so Schaaf. Der Coach wartet mindestens so sehnsüchtig auf die Rückkehr des Top-Stürmers wie die Fans. „Wir hoffen jeden Tag, dass es besser wird. Aber im Moment reicht es eben noch nicht“, erklärt der 48-Jährige, der also darauf setzen muss, dass Hugo Almeida als Pizarro-Ersatz weiterhin so gut funktioniert wie am vergangenen Spieltag beim 6:0 in Freiburg. Almeida erzielte zwei Tore und hat seit seiner zweimonatigen Verletzungspause in drei Einsätzen dreimal getroffen. Das sind Werte, die sonst nur Claudio Pizarro erreicht. In acht Liga-Spielen bis zu seiner Verletzung kam er auf sechs Tore. Herr Almeida, bitte nachmachen! Dann hat Werder bis Weihnachten vermutlich keine sportlichen Sorgen – auch ohne den Stürmer Nummer eins.

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