So lange die Zuschauer kommen

+
Weserstadion

Bremen - Seit Jahren wird gemunkelt, dass Werder große Teile der hohen Einnahmen aus der Champions League und aus den Transfers von Topstars in den Umbau des Weserstadions und nicht in die Mannschaft gesteckt hat.

Und da gibt diese Nachricht den Skeptikern neue Nahrung: Der Bundesligist musste der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) im letzten Jahr mit 1,5 Millionen Euro unter die Arme greifen. Doch an der Finanzierung des 76,5 Millionen Euro teuren Umbaus habe sich nie etwas verändert, beteuert Werder-Boss Klaus Filbry.

Die BWS, die der Stadt Bremen über die Wirtschaftsförderung Bremen (WfB) und Werder zu gleichen Teilen gehört, bekommt einen Teil der Einnahmen aus der Bandenwerbung und ist prozentual am Ticketverkauf beteiligt, um alle Darlehen zu bedienen. Dabei gab es im vergangenen Jahr Probleme. Bauverzögerungen hätten 2010 und 2011 zu einer geringeren Zuschauerkapazität als geplant geführt und damit einen Liquiditätsengpass verursacht, erklärt Filbry. Werder half mit 1,5 Millionen Euro aus, die WfB vor sechs Monaten mit der gleichen Summe. „Jeweils als Darlehen“, wie Filbry betont: „Wir und die Stadt bekommen das Geld zurück.“

Weitere Probleme bei der Tilgung der Darlehen befürchtet Filbry nicht. „Das Weserstadion wirft genug Geld ab“, betont der 46-Jährige: „Wir haben einen sehr realistischen Wirtschaftsplan. Der basiert auf 17 Bundesligaspielen und einem DFB-Pokalspiel. Ersatzweise geht auch ein Saisoneröffnungsspiel oder ein Länderspiel.“ Die Auslastung müsste vernünftig sein, „aber nicht zwingend bei 100 Prozent liegen“, so Filbry. Erst wenn die Zuschauerzahlen extrem einbrechen würden, müsste der Plan geändert werden, Werder also prozentual mehr pro Ticket an die BWS überweisen.

Natürlich schränken diese Zahlungen Werders finanziellen Spielraum ein. Daraus macht Filbry keinen Hehl, er sagt aber auch: „So geht es doch allen Bundesligisten. Alle haben gebaut, bauen um, sanieren oder wollen bauen. Wichtig ist, dass die Belastung passt – und die passt bei uns.“ · kni

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Bussis, Blitzlichtgewitter und ein Hollywoodstar

Bussis, Blitzlichtgewitter und ein Hollywoodstar

Von sexy bis classy: Die Stars der People‘s Choice Awards 2017

Von sexy bis classy: Die Stars der People‘s Choice Awards 2017

Meistgelesene Artikel

Bereit für Dortmund

Bereit für Dortmund

Sternberg rechnet mit Werder-Verbleib

Sternberg rechnet mit Werder-Verbleib

Für Tuchel beginnt in Bremen die Reifeprüfung

Für Tuchel beginnt in Bremen die Reifeprüfung

Hoffen auf Delaney, Kritik an Kruse

Hoffen auf Delaney, Kritik an Kruse

Kommentare