Funchal Airport – einer der am schwierigsten anzufliegenden Flughäfen / „Runter kommen wir immer“

Landung auf „Stelzen“ – das wird kribbeln

Außergewöhnlich: Die verlängerte Landebahn auf „Stelzen“ in Funchal.

Bremen (flü) - Na dann mal guten Flug! Wenn der Werder-Tross heute Morgen um neun Uhr zum Europa-League-Spiel gegen Nacional Funchal auf die zu Portugal gehörende Atlantikinsel Madeira aufbricht, wartet auf die Bremer nach gut vier Stunden ein besonderes Abenteuer: die Landung.

Denn Funchal Airport oder Airport Santa Catarina, wie er auch genannt wird, ist einer der am schwierigsten anzufliegenden Flughäfen der Welt. Doch Thomas Schaaf ist nicht bange: „Ich war schon auf so vielen Flughäfen, runter kommen wir auf jeden Fall“, schmunzelte der Werder-Trainer.

Früher war der Anflug auf Funchal sogar gefürchtet, da sich die Landebahn direkt am Hang der Steilküste befindet, wo schwere Scherwinde auftreten können. Zudem hatte die Landebahn bis zum Herbst 2000 nur eine Länge von 1 781 Metern und war damit relativ kurz.

Am 15. September 2000 wurde die Bahn auf 2 777 Meter verlängert. Das Besondere dabei: Die Bahnverlängerung wurde über eine Bucht mit einem aufwändigen Stützenbauwerk von 1 020 Metern Länge und 180 Metern Breite erstellt. Sie steht also quasi auf Stelzen an der Klippe. Die dabei verbauten drei Meter dicken Betonpfeiler sind bis zu 120 Meter lang, davon bis zu 59 Meter oberirdisch, der Rest ist unterirdisch oder im Meeresgrund verankert.

Aufgrund der unmittelbaren Lage an einem Steilküstenhang und dadurch auftretender möglicher Windscherung durch Fallwinde zählt der Airport Santa Catarina nach wie vor zu den schwierig anzufliegenden Flughäfen, zumal ein Instrumentenlandesystem fehlt und beim Anflug in der Endphase eine enge Rechtskurve geflogen werden muss. Deshalb dürfen Landungen nur von Flugkapitänen nach Spezialeinweisung vorgenommen werden. Und: Der Pilot hat maximal sechs Versuche zum Anflug. Schafft er es bis dahin nicht, muss er zum Festland zurück. „Ich habe Mainz überlebt, dann werde ich das auch noch schaffen“, meinte Tim Wiese. Der Werder-Torwart hatte vor wenigen Wochen auf dem Flug zum „Aktuellen Sportstudio“ eine knüppelharte Landung mitgemacht und dabei Blut und Wasser geschwitzt.

Ganz so schlimm wird’s heute nicht, meint zumindest Hugo Almeida. Und der derzeit verletzte Werder-Stürmer muss es wissen. Er ist schon häufiger nach Funchal geflogen, hat dort vor Jahren mit dem FC Porto gespielt. „Alles normal“, erinnerte sich der Portugiese, „da muss man keine Angst haben.“ Na dann mal guten Flug . . .

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