Landet Werders Vizekapitän im Nordderby auf der Bank?

Junuzovic bangt um seinen Stammplatz

Zlatko Junuzovic steckt tief in der Formkrise – nach seiner frühen Auswechslung in Wolfsburg weiß er, dass er kämpfen muss, um im Nordderby gegen den HSV spielen zu dürfen.
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Zlatko Junuzovic steckt tief in der Formkrise – nach seiner frühen Auswechslung in Wolfsburg weiß er, dass er kämpfen muss, um im Nordderby gegen den HSV spielen zu dürfen.

Bremen - Seine Erinnerungen an den Hamburger SV sind überwiegend positiv. Sechs Nordderbys hat Werders Zlatko Junuzovic bestritten – nur zwei davon verloren, aber vier gewonnen. Am 1. März 2014 war er beim 1:0-Heimsieg mit seinem Tor sogar der gefeierte Matchwinner.

Am Samstag (15.30 Uhr) soll nun im Weserstadion der fünfte Sieg gegen den HSV her. Für den gesperrten Kapitän Clemens Fritz wird „Vize“ Junuzovic dann die Kapitänsbinde tragen – oder etwa doch nicht? Der formschwache Österreicher ist sich selbst nicht sicher, ob er weiterhin das Vertrauen von Trainer Viktor Skripnik genießt. Junuzovic bangt um seinen Stammplatz.„Es kann mich treffen, klar. Wenn ein anderer im Training besser ist“, meint der 28-Jährige: „Meine Leistungen waren zuletzt nicht berauschend – und die anderen spekulieren auf den Platz. Ich muss mir schon Sorgen machen.“

Vor knapp drei Wochen (nach dem 1:3 gegen Dortmund) hatte das noch völlig anders geklungen. Junuzovic verteidigte sich und seine Darbietungen energisch, verwies ziemlich bissig ständig auf die (teilweise tatsächlich nicht schlechten) Statistiken. Nun präsentiert er sich grüblerisch und hegt Selbstzweifel. Das mag auch am vergangenen Wochenende liegen. Da wurde der Mann mit der Nummer 16 bereits nach 45 Minuten ausgewechselt. Gut, er war leicht angeschlagen, spürte nach einem Zusammenstoß im Abschlusstraining wieder Probleme am Knie. Wegen einer Reizung hatte er auf die Reise zur österreichischen Nationalmannschaft verzichtet und die Länderspielpause zur Regeneration genutzt. „Er ist aber nicht ausgewechselt, weil er angeschlagen war“, sagt Sportchef Thomas Eichin. Sondern wegen der schwachen Leistung. „Ich hätte weiterspielen können“, bestätigt Junuzovic, den die frühe Abstrafung ziemlich beschäftigt: „Das ist eine neue Situation für mich. Ich hoffe, dass ich damit umgehen kann.“

Mit einem Bonus wegen vieler guter Spiele für Werder und des Vizekapitänsamts rechnet der österreichische Nationalspieler nicht: „Die Vergangenheit ist schön und gut, aber entscheidend ist das Hier und Jetzt. Mir ist bewusst, dass von mir einiges verlangt wird.“ In den kommenden Tagen bis zum Nordderby will er „um meinen Platz kämpfen. Wenn es bei mir läuft, kann ich die anderen mitreißen. Ich muss mich da rausbeißen und wieder Selbstvertrauen aufbauen. Das ist ganz wichtig für mich, dann habe ich auch wieder Spielfreude.“

Genau die ist dem Österreicher in den vergangenen Wochen abhanden gekommen, was ein Stück weit auch an seiner Rolle im Bremer 4:1:4:1-System liegen wird. Junuzovic spielt ganz links im Mittelfeld, fühlt sich aber „in der Mitte wohler“. Laut beschweren mag er sich jedoch nicht: „Das mit der Positionsgeschichte gibt es doch schon, seit ich vor fast vier Jahren hierher kam.“ Das Gespräch mit Skripnik wird er deshalb nicht suchen. „Der Trainer stellt auf, ich versuche es umzusetzen. Ich bin selbst schuld, wenn es nicht funktioniert. Und ich kann mir nur selbst helfen.“

mr

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