Bruder hat den Bremer überholt

WM? Sane ist raus - wegen Sane

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Lamine Sane hat seit zwei Jahren kein Länderspiel mehr für den Senegal bestritten.

Bremen - Der Senegal steht auf der Pole Position. Nur noch ein Sieg in den zwei Spielen gegen Südafrika am Freitag und am Dienstag trennen das kleine westafrikanische Land von der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

Und damit auch Werder-Profi Lamine Sane von seiner WM-Chance? 35 Mal ist der Verteidiger bisher für sein Heimatland aufgelaufen, er gehört also zur Kategorie der erfahrenen Nationalspieler. Dennoch nimmt Nationaltrainer Aliou Cisse seit geraumer Zeit keine Notiz mehr von dem Werder-Profi. Was ist da los?

„Es gibt keinen Knatsch mit dem Trainer“, stellt der Verteidiger direkt klar, „ich habe noch nie Ärger mit einem Coach gehabt.“ Es sei wohl einfach so, dass andere besser sind, meint Sane: „Der Trainer scheint mich nicht zu brauchen. Und das ist auch total in Ordnung so.“

Lamine Sanes letztes Länderspiel liegt zwei Jahre zurück

Die Familie ist ja trotzdem dabei – denn Lamine (30) wird unter anderem auch deshalb nicht mehr berücksichtigt, weil sein drei Jahre jüngerer Bruder Salif zur Auswahl des Senegal gehört. Er ist im Qualifikationsschlussspurt dabei und könnte der einzige WM-Fahrer aus dem Kader von Hannover 96 werden. Lamine Sane, wie sein Bruder Innenverteidiger, sagt, dass er nicht unbedingt in der Nationalmannschaft spielen muss, um glücklich zu sein.

Zu Jahresbeginn hatte er die Teilnahme am Afrika-Cup wegen seiner Kniebeschwerden abgesagt, seither ist er komplett raus. Sein letztes Länderspiel liegt nun schon zwei Jahre zurück, eine Zukunft im Team Senegal sieht er nicht mehr: „Für die WM-Qualifikation hat mich der Nationaltrainer nicht angerufen, also braucht er mich nicht. Ich hoffe natürlich, dass der Senegal die WM-Qualifikation schafft. Aber ich werde dafür wohl nicht benötigt.“

„Wenn der Nationaltrainer auf mich zukommt, bin ich gerne da“

Ein Sieg oder zwei Unentschieden reichen dem westafrikanischen Land im Doppelpack gegen Südafrika, um das WM-Ticket zu lösen. Was Sane dann machen würde? Auf keinen Fall würde er versuchen, sich ins Team zu quatschen: „Mich selber ins Gespräch bringen? Das ist etwas, das ich in meinem ganzen Leben nicht machen werde. Wenn der Nationaltrainer auf mich zukommt, bin ich gerne da. Wenn er nicht auf mich zukommt, weiß ich, dass er seine Gründe dafür hat. Dann hat er andere Spieler für meine Position.“

Wie Bruder Salif. Oder aber Fallou Diagne. Der bei Werder ausgemusterte und an den FC Metz verliehene Innenverteidiger steht aktuell ebenfalls im Kader des Senegal.

Lamine Sane: Seine Karriere in Bildern

Lamine Sane
Lamine Sane (r.) wechselte in der Sommerpause 2016 ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder Bremen. © nordphoto
Lamine Sane
Knapp sieben Jahre kickte der Senegalese in Bordeaux und absolvierte dort 189 Erstligaspiele. Seine Karriere hatte er bei US Lormont begonnen, danach spielte er für Stade Bordelais und dem RCO Agde bevor er zu Lormont zurückkehrte. © imago
Lamine Sane
Für Sane ist es der erste Ausflug in Deutschlands höchster Spielklasse. © nordphoto
Lamine Sane
Bei Werder soll er die Innenverteidigung stärken. © nordphoto
Lamine Sane
Bei seinem Bundesliga-Debüt verlor Werder jedoch mit 0:6 in München. © nordphoto
Lamine Sane
Schon in seiner ersten Saison war Sane direkt Stammspieler, lief in 28 Partien für die Bremer auf.  © Gumz
Lamine Sane
Zwei Mal musste er kurz pausieren, weil ihn ein Außenbandanriss im Knie und Adduktorenprobleme plagten. © Gumz
Lamine Sane
Auch in der folgenden Saison 2017/18 war Sane in Werders Innenverteidigung gesetzt.  © Gumz
Lamine Sane
Und auch das Verletzungspech wiederholte sich, drei Spiele Pause wegen Knieproblemen. © Gumz
Lamine Sane
Den Senegal repräsentierte Sane zwischen 2010 und 2015 in 35 Länderspielen. © imago
Sane spielte nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt keine große Rolle mehr. Das passte dem Innenverteidiger nicht. © Gumz
Er war im Januar an zwei Tagen unentschuldigt dem Training ferngeblieben, woraufhin Werder ihn suspendiert hat. © nordphoto

Quelle: DeichStube

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