Kaiserslauterns Trainer über die starke Saison seines Teams – und die ruhige Hand der Vereinsführung

Kurz: „Das tiefe Vertrauen ist unerlässlich“

Trainer Marco Kurz ist sehr stolz auf seinen 1. FC Kaiserslautern.

Bremen - Kaum jemand hätte wohl vor der Saison einen Pfifferling auf den 1. FC Kaiserslautern gesetzt. Doch Trainer Marco Kurz kann sich vor dem Saisonfinale heute gegen Werder Bremen genüsslich zurücklehnen: Der Aufsteiger hat den Klassenerhalt längst in der Tasche.

Ein gutes Gefühl, wie der 41-Jährige im Interview einräumt.

Herr Kurz, Sie werden am Montag 42 Jahre alt. Werden Sie die Mannschaft einladen? Immerhin gibt es für den FCK einiges zu feiern.

Kurz:Ich bin nicht für große Geburtstagsfeiern oder viel „Tamtam“. Ich werde die vielen Glückwünsche sicher genießen, aber darüber hinaus wird es ein Arbeitstag wie jeder andere werden.

Vorher gibt’s noch die Saisonabschluss-Party auf dem „Betze“. Werder und der FCK sind gerettet – es ist also angerichtet für ein Fußballfest.

Kurz:Auch diese Partie gehen wir an, um sie erfolgreich zu bestreiten. Wir können mit einem Erfolg einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, und das wäre für den FCK als Aufsteiger ein unglaublicher Erfolg. Dennoch muss man zugeben, dass eine entspannte Trainingswoche hinter uns liegt. Erstmals seit zwei Jahren spüren wir nicht mehr den unmittelbaren Druck. Wir werden zum achten Mal ausverkauft sein – und diese Unterstützung, dieser Rückhalt ist ein tolles Plus, um unsere Ziele zu erreichen. Ich denke, diese Zuschauer haben sich einen attraktiven Saisonabschluss verdient.

Das Abschneiden des FCK in dieser Saison nötigt den höchsten Respekt ab. Sind Sie stolz auf Ihre Mannschaft?

Kurz:Ja, ich bin sehr stolz auf das, was meine Mannschaft geleistet hat. Wir mussten mehr arbeiten, um die unterschiedliche Qualität auszugleichen, und jeder hat immer das Kollektiv und nicht seine persönlichen Befindlichkeiten in den Fokus gestellt.

Was hat Ihr Team besonders ausgezeichnet?

Kurz: Wir haben die wirklich wichtigen Spiele immer für uns entscheiden können und sind eine tolle Entwicklung gegangen. Außerdem haben wir niemals nachgelassen – und selbst als die Ergebnisse ausblieben, haben wir dennoch keine völlig schlechten Spiele gezeigt. Häufig waren die Auftritte gut, nur durch grobe individuelle Fehler haben wir dann verloren.

Skeptiker haben Lautern als Absteiger Nummer eins gesehen. Erfüllt es Sie mit Genugtuung, den Unkenrufen getrotzt zu haben?

Kurz:Nein, Genugtuung ist mir zu negativ, und das passt auch nicht. Ich bin vielmehr wirklich stolz auf den Erfolg, als dass ich Genugtuung Dritten gegenüber empfinden würde.

Wie wichtig war es für Sie, dass der Club – wie auch bei Werder geschehen – in kritischen Phasen Ruhe bewahrt und nicht zu den branchenüblichen Mechanismen gegriffen hat?

Kurz: Es war ein wichtiger Schlüssel. Und das tiefe Vertrauen in der Zusammenarbeit aller relevanten Gremien und besonders zu Stefan Kuntz als Vereinsboss ist unerlässlich. Es gab aber niemals einen wirklichen Grund unruhig zu werden, denn die Mannschaft hat immer mitgezogen, und wir haben mit Ausnahme der Niederlage in Dortmund kein richtig schlechtes Spiel gezeigt.

Ihr Bremer Kollege Thomas Schaaf hat von einer sehr gefährlichen Entwicklung gesprochen. Wie beurteilen Sie dieses rasante Trainer-Wechsel-Dich in der Liga?

Kurz:Das sind Begleiterscheinungen der Branche, die hoffentlich nicht für generelle Entwicklungen sprechen. Natürlich kann man das nicht gutheißen, ich kann aber die Beweggründe dabei niemals konkret beurteilen.

Lakic geht nach Wolfsburg, Ilicevic ist bei Schalke im Gespräch. Dem FCK droht erneut der Verlust von zwei Stützen. Wie wollen Sie das auffangen?

Kurz: Bisher steht nur der Abgang von ,Laki‘ und das Karriereende von Danny Fuchs fest. Ansonsten sprechen wir noch vor dem Urlaub mit den Spielern über ihre Perspektiven und Chancen. Wir wollen unsere Leihspieler halten und müssen natürlich in der Offensive den Verlust unseres zentralen Stürmers kompensieren. Darauf sind unsere Aktivitäten primär ausgelegt. Ansonsten sind wir in der komfortablen Lage, dass alle Spieler einen Vertrag mit dem FCK haben. Natürlich sind wir noch lange nicht soweit, dass wir einen Spieler für unverkäuflich erklären können, aber da wollen wir irgendwann mal hin. · flü

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