Oberschenkel lädiert, Ausfall ausgerechnet gegen Leverkusen?

„Küsschen“ für De Bruyne

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Autsch! Das Knie von Clemens Fritz trifft exakt den Oberschenkel von Kevin De Bruyne – es war der erste von zwei Pferdeküssen für den Belgier, der das Training abbrach. ·

Bremen - Gestern war Zukunftstag. Auch bei Werder Bremen. Cirka 20 Jugendliche verfolgten im Multimediasaal des Weserstadions staunend die Pressekonferenz mit einem Trainer, dessen Zukunft längst nicht mehr sicher ist.

Und jene Teilnehmer, die noch bis zum anschließenden Training blieben, sahen einen Mann schreiend am Boden, dessen Zukunft gewiss nicht in Bremen liegt – sondern möglicherweise bei Bayer Leverkusen, dem nächsten Werder-Gegner.

Es geht um Kevin De Bruyne. Gleich zweimal wälzte er sich gestern mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen – beide Male hatte es ihn am rechten Oberschenkel erwischt. Den ersten Pferdekuss verpasste ihm Clemens Fritz, den zweiten dann Theo Gebre Selassie. „Jeweils auf die gleiche Stelle“, stöhnte De Bruyne, als er vorzeitig in die Kabine humpelte. Ob sein Einsatz morgen in Leverkusen gefährdet ist, ließ sich noch nicht absehen. Für den Belgier wäre es nach 30 Einsätzen in 30 Ligaspielen (nur eine Auswechslung) der erste Ausfall.

Dann ausgerechnet gegen Leverkusen. De Bruyne, eine Leihgabe des FC Chelsea, spielt bei einem der größten Transfers in der Geschichte des Werksclubs das Zünglein an der Waage. Nur wenn Leverkusen ihn bekommt, lässt der Club André Schürrle zu Chelsea ziehen. Für angeblich 20 Millionen Euro Ablöse. Vermutlich minus des für De Bruyne veranschlagten Werts. Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen erwartet.

Aber will sich der 21-Jährige, an dem auch Borussia Dortmund als Ersatz für Mario Götze interessiert sein soll, überhaupt als Transfermasse verleihen oder verkaufen lassen? Der Mittelfeldspieler bleibt die Antwort schuldig. Er gibt in diesen Tagen keine Auskunft über seine Absichten, sagt nichts über eine mögliche Tendenz.

Werder-Sportchef Thomas Eichin verfolgt das Gerangel mit großer Gelassenheit – wissend, dass De Bruyne im Grunde weg ist. Und hoffend, dass er sich doch noch für einen sicheren Stammplatz in Bremen entscheidet. „Wer da alles um Kevin De Bruyne buhlt, ist uns momentan relativ egal“, sagte Eichin: „Ich warte ab.“

De Bruyne humpelt vom Trainingsplatz

De Bruyne humpelt vom Trainingsplatz

Was auch hinsichtlich geplanter Neuzugänge gilt. Werder hat vier Spieltage vor Saisonende noch keinen neuen Spieler verpflichtet – kommt da noch jemand? „Wir müssen erstmal in ruhigeres Fahrwasser gelangen“, vertröstet Eichin mit Hinweis auf den noch unsicheren Klassenerhalt. Aber die Warteschleife, so beteuert es der Manager, sei voll: „Es gibt noch unglaublich viele Spieler, die unglaublich gerne nach Bremen kommen würden.“ · csa/mr

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