„Es war der richtige Weg“ / Schaaf versteht’s noch immer nicht / Ex-Bremer kehrt mit St. Pauli zurück

Max Kruse bereut seinen Wechsel nicht

Nach langer Verletzung wieder fit: Max Kruse (li.).

Werder-Bremen - BREMEN (flü) n Max Kruse sollte einmal die Zukunft im Werder-Mittelfeld gehören. Nach drei Jahren bei der U 23 wollte Trainer Thomas Schaaf das hochbegabte Talent in dieser Saison fest in den Profikader einbauen.

Doch Kruse durchkreuzte die Pläne des Bremer Übungsleiters, gab bereits im Frühjahr seinen Wechsel zu Zweitligist FC St. Pauli bekannt, bei dem er im Sommer ablösefrei anheuerte. Eine Entscheidung, die Schaaf bis heute nicht nachvollziehen kann. „Wenn man die Chance hat, hier direkt in der ersten Liga und international zu spielen und sich anders entscheidet – ja gut, dann ist das eben so“, grummelte der 48-Jährige.

Viele Spieler, so Schaaf, hätten bei Werder den Sprung von der U 23 in die erste Mannschaft geschafft. Paul Stalteri, Tim Borowski, Nelson Valdez, Aaron Hunt und in dieser Saison Philipp Bargfrede. „Deutlicher können wir diese Durchlässigkeit nicht aufzeigen“, meint Schaaf, und schob noch eine kleine Spitze Richtung Kruse hinterher: „Wir müssen nicht alles verstehen. Den Anspruch habe ich auch nicht.“

Für Max Kruse allerdings war es „der richtige Weg, den ich eingeschlagen habe“. Und dass die Bremer noch immer etwas säuerlich sind, „ist mir ziemlich egal. Ich bereue meine Entscheidung nicht.“

Nur: Wäre er wirklich gegangen, wenn er schon im Frühjahr gewusst hätte, dass Diego verkauft wird, Frank Baumann seine Karriere beendet und somit Bedarf im Mittelfeld ist? Es sei müßig, darüber zu spekulieren, meint Kruse, „darüber mache ich mir keinen Kopf“.

Philipp Bargfrede, mit dem Kruse in der Bremer U 23 spielte und der noch heute zu seinen besten Kumpels zählt, ist den anderen Weg gegangen – und gehört aktuell zur Bremer Stammelf. „Ich möchte Philipp dazu gratulieren. Es freut mich für ihn“, sagt Kruse, „doch ich bleibe dabei: Ich habe für mich den richtigen Weg gewählt.“

In der Vorbereitung lief’s für ihn auch gut, Kruse erkämpfte sich bei St. Pauli einen Platz in der Stammformation, ehe er sich im Pokalspiel beim FC 08 Villingen (2:0) einen hartnäckigen Muskelfaserriss zuzog. „Ich war knapp sechs Wochen verletzt“, so der 21-Jährige, der in der Zweiten Liga zuletzt wieder zweimal eingewechselt worden ist. „Jetzt bin ich wieder zu 100 Prozent fit und bereit für 90 Minuten“, sagt Kruse, der heute im DFB-Pokalspiel bei seinem Ex-Club Werder natürlich auf einen Einsatz brennt: „Das wäre für mich etwas ganz Besonderes.“

Und Kruse gibt sich kämpferisch: „Wir fahren nach Bremen, um zu gewinnen. Wir sind zwar Außenseiter, doch wir haben eine Chance, denn auch wir haben eine spielstarke Mannschaft.“

Sollte Max Kruse von Beginn an spielen, so dürften sich die Wege im Mittelfeld mit seinem Kumpel Bargfrede häufiger mal kreuzen. „Während des Spiels liegt unsere Freundschaft auf Eis“, kündigt Kruse an und fügt schmunzelnd hinzu: „Hinterher, wenn wir gewonnen haben, können wir dann gerne plaudern . . .“

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