„Ich traue mir eine gute Rolle zu“

Kroos wird groß bei Werder

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Felix Kroos

Werder-Bremen - Felix Kroos ist ein Tennis-Fan, speziell des Turniers in Wimbledon. Und damit in diesen Tagen automatisch auch ein Fan von Sabine Lisicki. Für ihn war schon gestern, vor dem Halbfinale gegen Agnieszka Radwanska, klar, dass die Deutsche am Ende den Pokal hochrecken wird – „wenn sie so weiterspielt wie bisher.“

Der letzte Halbsatz lässt sich wunderbar auch auf ihn übertragen. Wenn er so weiterspielt wie in der Schlussphase der vergangenen Saison, dann wird er zwar nicht zwangsläufig am Ende der Spielzeit eine Trophäe in den Händen halten, aber sein Ziel würde er ziemlich sicher erreichen. „Ich will“, sagt der 22-jährige selbstbewusst, „zu den 13, 14 Stammspielern gehören.“

Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte Felix Kroos ganz andere Absichten. Er wollte Werder verlassen. Sein Vertrag lief aus, die Wohnung war schon gekündigt. „Ich war im Kopf soweit zu gehen“, gibt er zu. Doch dann kam der 29. Spieltag, die Partie bei Fortuna Düsseldorf (2:2). Kroos, bis dahin in der Saison nicht einmal von Trainer Schaaf eingesetzt, stand plötzlich in der Startelf. Vier weitere Einsätze folgten. Kroos half mit, den Abstieg zu verhindern, war voll dabei. Folge: Neues Vertrauen in eine Zukunft bei Werder, neuer Vertrag, neue Wohnung. „Eine mit einem größeren Wohnzimmer, damit ein größerer Fernseher reinpasst“, lacht Kroos.

Sportlich soll bei dem Bruder von Nationalspieler Toni Kroos auch alles größer werden. Als Innenverteidiger („Nicht meine Idealposition“) fühlte er sich im Regionalliga-Team zuletzt „unterfordert“, im Bundesliga-Team will er um einen Platz im defensiven Mittelfeld streiten. Mit Neuzugang Cedric Makiadi, aber vorerst nicht mit dem lange verletzten Philipp Bargfrede. „Ich traue mir zu, eine gute Rolle in der Mannschaft zu spielen“, sagt Kroos, „ich will auf jeden Fall, dass der Trainer nicht an mir vorbeikommt.“ · csa

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