„Ich bin mal gespannt, wer neben mir spielt“ / Das Knie hat noch nicht das volle Vertrauen

Kroos reserviert sich seinen Platz

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Felix Kroos kämpft sich heran: Noch in Jerez will er ins Teamtraining zurück. ·

Werder-Bremen - JEREZ · Völlig entspannt versinkt Felix Kroos in den tiefen Sofakissen der Lounge des Bremer Mannschaftshotels. Der defensive Mittelfeldmann hat die vergangenen Tage in Andalusien weiter hart an seiner Rückkehr gearbeitet und wirkt zufrieden.

Knapp sieben Wochen nach seinem Innenbandriss sieht sich der 22-Jährige „auf der Zielgeraden“ zurück in die Startelf. Ein bisschen „fehlt mir bei Bewegungen noch das Vertrauen ins Knie“, schränkt er selbst ein. Sein Selbstvertrauen hingegen hat offensichtlich nicht gelitten: „Ich bin mal gespannt, wer neben mir spielt“, sagt Kroos mit breitem Grinsen – und hat damit eine der beiden Positionen in Bremens Doppel-Sechs schon mal frech für sich reserviert.

Optimismus – für Kroos das beste Rezept während des Heilungsprozesses: „Ich habe immer positiv gedacht.“ Mit dieser Einstellung hat er sich durch die Reha gebissen, und jetzt ist das Ende seiner Leidenszeit abzusehen. Ein paar Torschüsse im Training hat er gestern abgefeuert und damit einen weiteren Schritt getan. „Ich hoffe, dass es für mich noch hier in Jerez mit dem Einstieg ins Mannschaftstraining klappt.“

Und dann? Am besten da anknüpfen, wo er bis zu seinem bitteren Aus am 24. November kurz vor Ende der ersten Halbzeit gegen Mainz angelangt war. Immerhin zwölf Spiele standen bis dahin für Felix Kroos in der Hinrunde zu Buche – nur drei weniger als in der gesamten Vorsaison. „So schwer die Zeiten hier vielleicht auch mal waren – mein Ziel habe ich nie aus den Augen verloren“, sagt der Mann, der 2010 nach Bremen gekommen war. Konkret sieht dieses Ziel so aus: „Ich will noch so viele Spiele wie möglich machen und mich dabei weiterentwickeln.“ Nur ein wenig mehr Zählbares für die Mannschaft dürfte es schon sein: „Wir müssen zusehen, schnell weiterzupunkten“, fordert Kroos mit Blick auf den elften Tabellenplatz und nur fünf Punkten bis zum Relegationsrang. Am liebsten würde er da bereits zum Rückrundenstart gegen Eintracht Braunschweig am 26. Januar mithelfen – und wüsste auch schon wie: „Wir müssen unsere Defensive stabilisieren und sehen, dass wir weniger Gegentore kriegen.“

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Sollte es mit einem Comeback gegen Schlusslicht Braunschweig noch nicht klappen, bereitet ihm dies kein allzu großes Kopfzerbrechen. Denn „auch als ich gespielt habe, habe ich gesagt, dass es immer eine Zeit geben kann, in der ich nicht dabei bin. Jetzt will ich aber wieder zum Stamm gehören.“ Dafür muss er sich dem Dreikampf mit Cedric Makiadi und Philipp Bargfrede stellen. „Natürlich haben wir auf der Position mehrere Optionen“, weiß Kroos, „aber so soll es auch sein. Man hat ja gesehen, dass eine Saison lang ist.“ Da kann viel passieren. Felix Kroos weiß das inzwischen selbst aus schmerzlicher Erfahrung. · ck

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