„Glück gehabt“ bei Milz-OP / Nun Neustart

Kroos – die Karriere stand auf dem Spiel

Wieder da: Felix Kroos.

Bremen - Bis vor kurzem erholten sich die Kollegen noch rund um den Globus, Felix Kroos jedoch schuftete schon in Bremen – und das ziemlich gerne. Denn beinahe hätte der Werder-Profi nie mehr auf höchstem Nievau trainieren können. Die Schädigung seiner Milz, erlitten im April, hätte ihn fast die Karriere gekostet.

„Ich habe wirklich Glück gehabt“, berichtet Kroos. Eine Arterie, die zur Milz führt, war beschädigt worden – wahrscheinlich durch einen Schlag. „Aber ich kann mich nicht daran erinnern, wann das passiert sein soll.“ Die Beschwerden traten am Tag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen die Bayern auf. Kroos hatte gute Einsatzchancen, doch dann hieß es OP statt Weserstadion. Immerhin verlief der Eingriff sehr gut. „Mein Glück war, dass ich mehrere Arterien zur Milz besitze, das ist nicht bei jedem Menschen so. Wäre diese einzige Arterie kaputt gegangen, wäre es das mit Fußball gewesen. Jetzt ist wieder alles in Ordnung“, berichtet Kroos, und das erleichterte Lächeln ist nicht zu übersehen.

Keine Spur von Frust, dass der Urlaub ausfallen musste. „Es war absolut wichtig, dass ich in den letzten sechs Wochen an meiner Fitness gearbeitet habe. Es ist unglaublich, wieviel man davon in kürzester Zeit verliert, wenn man mal gar nichts machen kann.“

Nur eine kleine Trainingspause hat sich Kroos gegönnt – für einen Kurztrip zur EM. Schließlich gehörte Bruder Toni zum Aufgebot – der ausgerechnet beim Familienbesuch im Viertelfinale gegen Griechenland nicht zum Einsatz kam. „Immerhin habe ich den letzten deutschen Sieg gesehen“, flachst Felix Kroos.

Ernst wird er wieder beim Thema Werder. „Ich will mich hier durchsetzen“, sagt der 21-Jährige, der vor zwei Jahren von Hansa Rostock an die Weser gewechselt war. Sechs Bundesliga-Einsätze sind eine magere Bilanz. Und sein Vertrag läuft auch nur noch ein Jahr. „Ich gehe aber davon aus, dass ich bleibe“, sagt Kroos: „Das ist jetzt ein Neuanfang für mich, den muss ich nutzen.“ Sportchef Klaus Allofs hat ihn allerdings als Wechselkandidaten bezeichnet. · kni

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