Zwei Herzen in der Brust? Nicht bei Lisztes

„Ich drücke Werder die Daumen“

Krisztian Lisztes
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Krisztian Lisztes ist auch nach seinem Abschied aus Bremen Werderaner geblieben.

Bremen - Man kennt das: Ein Ex-Profi wird zu zwei seiner Ex-Vereine befragt – und zwar deshalb, weil sich eben jene Ex-Vereine am Wochenende in der Liga gegenüberstehen.

Dann ist bei dem Ex-Profi gerne von den zwei Herzen in der Brust die Rede. Weil: Der eine Club ist einem ja mindestens genauso nahe wie der andere. Diplomatisches Geplänkel. Krisztian Lisztes braucht das allerdings nicht. Wenn Werder Bremen am Samstag den VfB Stuttgart empfängt, dann sind die Gefühle bei ihm ungleich verteilt. Zu Gunsten der Bremer. „Der VfB war damals meine erste Station in Deutschland, und der Verein hat mir auch viel geholfen. Aber bei Werder hatte ich meine beste, meine erfolgreichste Zeit. Ich bin damals Werderaner geworden, und deshalb drücke ich den Bremern die Daumen“, sagt Lisztes.

Von 1997 bis 2001 hatte Lisztes – damals Mittelfeldspieler, heute Jugendleiter bei Ferencvaros Budapest – beim VfB unter Vertrag gestanden. Anschließend spielte er von 2001 bis 2005 bei Werder, war Teil und Säule der Double-Mannschaft, auch wenn er die letzten Saisonspiele wegen eines Kreuzbandrisses verpasste. „Meister und Pokalsieger – das war eine sehr besondere Zeit“, erinnert sich der Ungar. Es war sogar seine beste Zeit als Fußballer, an die Leistungen und Erfolge bei Werder konnte der mittlerweile 41 Jahre alte Lisztes später nicht mehr anknüpfen.

Lisztes für Nachwuchs von Ferencvaros verantwortlich

Kein Wunder also, dass die Stricke nach Bremen dicker sind als die nach Stuttgart. Unlängst war Lisztes sogar wieder Teil des Clubs – wenn auch nur für eine Woche. Im Zuge seiner Ausbildung zum Fußballlehrer, die er derzeit in Ungarn absolviert, hat er bei Werder hospitiert und Florian Kohfeldt ein wenig bei der Arbeit zugeschaut. „Es war sehr nett von ihm, dass er sich in dieser schwierigen Phase die Zeit für mich genommen hat. Jeder hat sich für mich Zeit genommen“, sagt der stets bescheiden auftretende Lisztes.

Die Rückkehr zu Werder hat ihn auch kurz wieder der Bundesliga näher gebracht. Eigentlich verfolgt Lisztes das Geschehen in Deutschland nicht mehr so intensiv, sein Geschäft ist der Nachwuchs von Ferencvaros. Deshalb kann und will er auch nichts zur Entwicklung seiner ehemaligen Vereine sagen, „dafür bin ich nicht eng genug dran“, meint er. Aber in den wenigen Tagen in Bremen glaubt er, eines erkannt zu haben: „Mit Florian Kohfeldt kriegt Werder den Klassenerhalt hin. Er hat eine sehr gute Ausstrahlung und weiß genau, was er will.“

Die Grün-Weißen sind weiterhin auf der Suche nach einem neuen Verteidiger. Beim Werben um Benjamin Henrichs von der AS Monaco kriegt Werder Bremen Konkurrenz aus der eigenen Liga – auch RB Leipzig soll interessiert sein.

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