Werder muss mit einem Sieg beim FC Augsburg die noch gute Stimmung retten

Krisen-Prophylaxe gegen unberechenbaren Aufsteiger

Die gute Laune haben sich Naldo (li.) und Clemens Fritz noch erhalten. Damit das so bleibt, müssen heute in Augsburg drei Punkte her. ·

Bremen - Statt weiter nach unten soll‘s zurück nach oben gehen. Werder, derzeit Fünfter, will heute (20.30 Uhr) bei Aufsteiger FC Augsburg den Abstieg in der Tabelle stoppen. „Wir wollen gewinnen und wieder auf Platz zwei klettern“, sagt Verteidiger Naldo.

Mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison würden die Bremer zudem verhindern, dass das nach zwei Niederlagen in Folge aufkeimende Krisen-Gerede lauter wird.

„Bis vor zwei Spielen hatten wir eine gute Ausgangslage, jetzt muss mal wieder ein Sieg kommen. Wir müssen eine Jetzt-erst-recht-Reaktion zeigen“, fordert Linksverteidiger Lukas Schmitz.

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Zehn Gründe, warum Werder jetzt in Augsburg gewinnen muss

Wie wichtig die Partie für Werder im Rangeln um einen Platz in der Spitzengruppe ist, verdeutlicht Kapitän Clemens Fritz: „Wenn man sich nicht festigt, geht es ganz schnell runter. Die Gefahr ist da, hinter den Bayern ist es sehr, sehr eng. Vom zweiten bis zum zwölften oder 13. Platz kämpfen alle um die internationalen Plätze.“ Und damit die Bremer im Rennen bleiben, „muss in Augsburg ein Sieg her“, fordert Fritz: „Das erwarten alle – und wir auch von uns selbst.“

Trotz der beiden herben Rückschläge in Hannover (2:3) und gegen Dortmund (0:2) hat der Bremer Optimismus kaum gelitten. Der Glaube an die Rückkehr in die Erfolgsspur ist stärker als die Zweifel. „Wenn wir so weitermachen wie in der ersten Halbzeit gegen Dortmund, werden wir erfolgreich sein. Eine Mannschaft wie Augsburg müssen wir schlagen“, findet Markus Rosenberg, der wohl erneut an der Seite von Claudio Pizarro stürmen wird. Und Naldo ergänzt: „Ich habe keine Angst, dass es bergab geht – und denke, dass wir in Augsburg eine gute Leistung zeigen.“

Abschlusstraining am Donnerstag

Werder-Abschlusstraining am Donnerstag

Das glaubt zwar auch Fritz, doch der 30-Jährige warnt im gleichen Atemzug vor Überheblichkeit: „Ich habe das Gefühl, Augsburg wird in der Bundesliga ein bisschen unterschätzt – und das ist das Gefährliche. Wir dürfen uns nicht nur auf unsere Qualität verlassen, dann geht es wieder in die Hose.“

Durch den ersten Bundesligasieg am Samstag in Mainz (1:0) hat Aufsteiger Augsburg reichlich Selbstvertrauen getankt, ist quasi unberechenbar geworden. „Sie werden ihre Fans mitreißen. Ich denke, es wird eine sehr interessante Partie“, sagt Werder-Coach Thomas Schaaf. Dass Augsburgs Manager Andreas Rettig den Bremern die Favoritenrolle zuschiebt („Auf Zehenspitzen reichen wir Werder bis zum Kinn“), hat Werder-Sportchef Klaus Allofs registriert – mehr nicht: „In der Bundesliga gibt es keine großen Unterschiede mehr, da kann alles passieren.“ · mr/csa

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