Torwart-Trainer Michael

Kraft: „Dürfen nicht fahrlässig sein“

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Torwart-Trainer Michael Kraft (re.) ist sich sicher: Sebastian Mielitz (li.) wird sich als Nummer eins etablieren.

Bremen - Wohin es Tim Wiese zieht, weiß vermutlich nicht mal er selbst. Wohin der Weg seines bisherigen Stellvertreters Sebastian Mielitz führt, ist dagegen sonnenklar: Zwischen die Werder-Pfosten.

Der 22-Jährige ist als Wieses Nachfolger vorgesehen, soll die neue Nummer eins im Team von Chefcoach Thomas Schaaf werden. Aber klar: Nur mit ihm allein geht‘s nicht. Mielitz braucht Konkurrenz. Wen? „Wir werden schon den Richtigen finden“, sagt Bremens Torwart-Trainer Michael Kraft.

Die Namen, die derzeit gehandelt werden, sind durchaus prominent. Kevin Trapp von Absteiger 1. FC Kaiserslautern ist dabei, Michael Rensing vom Vielleicht-Zweitligisten 1. FC Köln auch. Und der Bochumer Andreas Luthe. Vielleicht sind das – mit Ausnahme des letzten – jedoch ein bisschen großkalibrige und teure Kandidaten. Kraft wünscht sich zwar einen starken Mann an Mielitz’ Seite, „aber man wird hier keinen Torhüter kriegen, der Woche für Woche erste Liga gespielt hat und erst Mitte 20 ist“.

Pizarro trainiert wieder

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Aber eigentlich muss es genau so einer sein. Denn Unerfahrenheit und Talent paaren sich schon bei Mielitz, da wäre es gut, wenn die Nummer zwei Erfahrung und Routine mitbringen würde. Oder wie Kraft es ausdrückt: „Man darf nicht fahrlässig in die Situation gehen, mit einem zu jungen, unerfahrenen Torwart dahinter.“

Dass Sebastian Mielitz der Stammkeeper wird, daran besteht kaum ein Zweifel. Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs loben „Miele“ bei jeder Gelegenheit. Und auch der Torwart-Coach, der stets am dichtesten dran ist, stimmt mit ein in den Chor der Mielitz-Unterstützer. „Wenn er mal in seinen regelmäßigen Spielablauf kommt, braucht er sich nicht hinter einem Ron-Robert Zieler oder Sven Ulreich zu verstecken.“

Die Keeper von Hannover 96 und des VfB Stuttgart haben es in den vergangenen Jahren geschafft, sich als Nachfolger großer Torhüter freizuschwimmen. Auch Marc-Andre ter Stegen (Mönchengladbach) und Bernd Leno (Leverkusen) sind noch jung, aber die unumstrittene Nummer eins in ihren Clubs. Kraft: „Viele Vereine haben erfolgreich auf junge, talentierte Torwarte gesetzt.“ Mielitz soll die Liste demnächst verlängern. · csa

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