Werder-Spieler selbstbewusst: „Wir müssen uns nicht ergeben“

Mit der Kraft der Doppel-Null gegen Borussia Dortmund

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Zwei, die Reisen nach Dortmund bislang nicht sonderlich vergnüglich fanden. Weder Trainer Robin Dutt (li.) noch Cedric Makiadi haben dort jemals auch nur einen Punkt geholt.

Bremen - Die frischeste Erinnerung an Borussia Dortmund ist fürchterlich. Mit einer 0:5-Packung gegen die Schwarz-Gelben startete Werder Bremen in die Rückrunde der vergangenen Saison.

Es war eine Demütigung im eigenen Stadion und – wie man jetzt weiß – ein Vorgeschmack auf das, was noch alles an miserablen Ergebnissen folgen sollte. Morgen gibt es das Wiedersehen mit dem BVB – und natürlich ist es vorstellbar, dass Werder wieder ordentlich einstecken muss. Wer aber in die andere Richtung denkt, muss nicht zwangsläufig ein ahnungsloser Fußball-Phantast sein. Vielleicht ist er einfach nur mutig.

Wie Sebastian Mielitz. „Wir müssen uns in Dortmund nicht ergeben“, sagt der Werder-Schlussmann und tönt: „Wir fahren da hin, um etwas mitzunehmen – warum sollte uns das nicht gelingen?“

Derart forsche Töne waren aus dem Mund eines Bremer Profis Monate lang nicht zu hören. Doch nach dem Traumstart in die neue Bundesliga-Saison mit zwei 1:0-Erfolgen gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweiger und Fast-Absteiger FC Augsburg ist bei Werder einiges wieder anders geworden, die Mannschaft spürt die Kraft der Doppel-Null. „Unsere Brust ist breiter“, sagt Verteidiger Assani Lukimya. „Die letzten beiden Spiele haben uns viel Selbstbewusstsein gegeben“, meint Mielitz.

Der Keeper ist als einziger in der Liga (und trotz einer Wackelleistung gegen Augsburg) noch ohne Gegentor – eine überraschende Wandlung nach den 66 kassierten Treffern in der Vorsaison. Aber unter Trainer Robin Dutt hat die Mannschaft defensiv dazugelernt – jedenfalls ist das der Eindruck bislang. Die erste echte Bewährungsprobe wartet aber erst morgen. Dann heißen die Gegenspieler nicht mehr Hochscheidt, Theuerkauf, Kruppke oder Hahn, Holzhauser, Mölders – sondern Lewandowski, Reus, Aubameyang und Mkhitaryan. „Da kommt in der Defensive einiges auf uns zu“, schwant Makiadi, der in fünf Versuchen mit Wolfsburg und Freiburg noch nie einen Punkt in Dortmund geholt hat.

Der BVB, sagt Dutt voller Ehrfurch, sei eben „eine außergewöhnliche Mannschaft. Dieses Team ist ein ganz anderes Kaliber als Braunschweig oder Augsburg. Eine Mannschaft aus einer anderen Liga.“ Und aktuell Tabellenführer.

Der Trainer ist deshalb weit weniger geneigt, über eine Überraschung vor 80 000 Zuschauern in Dortmund zu spekulieren. „Die zwei Siege zum Start geben uns zwar die Gier und die Lust auf mehr. Aber wenn du da was holen willst, muss alles zusammenpassen“, sagt Dutt, dessen Vorsicht Gründe hat, die – wie bei Makiadi – in der Vergangenheit zu suchen sind. Dreimal ist er als Trainer bislang beim BVB angetreten, dreimal hat er verloren – und durfte dabei nicht ein eigenes Tor bejubeln. Es ist die andere „Zu-Null-Bilanz“ – eine, die Angst macht. csa

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