Was kostet die Winter-WM?

Filbry: Schaden ja, Ausmaß unklar

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Klaus Filbry

Bremen - Die Winter-WM in Katar und ihre Folgen. Kaum ist die Entscheidung gefallen, das Turnier im November/Dezember spielen zu lassen, kommen aus Fußball-Europa die Rufe nach Kompensationszahlungen für die Top-Ligen.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) fürchtet finanzielle Einbußen, weil das Merchandising-Weihnachtsgeschäft 2022 leiden könnte, weil vermutlich mehr Spiele in den Sommerferien ausgetragen werden und deshalb Zuschauer wegbleiben. Klaus Filbry, Geschäftsführer Marketing und Finanzen bei Werder Bremen, unterstützt die DFL-Forderungen, spricht von „signifikanten Problemen für die Ligen und deren Partner“ – also die übertragenden TV-Sender, die Vermarkter, die Sponsoren. Die Verschiebung des Spielplans über einige Jahre hinweg werde „Behinderungen“ mit sich bringen.

Doch fällt der finanzielle Schaden wirklich so groß aus, dass der europäische Protest in seiner Vehemenz berechtigt ist? Filbry gibt zu, auf diese Fragen noch keine belastbaren Antworten geben zu können. „Zu früh“ sei es dafür noch: „Die WM 2022 ist noch zu weit weg.“ Zunächst müssten die europäischen Ligen inklusive der DFL Lösungen erarbeiten, wie die Spielpläne bis zur WM in sieben Jahren und danach gestaltet werden. „Wir werden uns natürlich entsprechend organisieren. Und irgendwie wird der Fußball auch mit diesem Problem fertigwerden“, erklärt der Werder-Boss. Aber was dieser Aufwand am Ende tatsächlich kostet, wo Einbußen für die Clubs garantiert sind, könne er zu diesem Zeitpunkt nicht konkret sagen.

csa

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