Filbry über einen sofortigen Wechsel des Österreichers: „Das würde ich ausschließen“ / Berater wiegeln ab

Korb für Kiew: Arnautovic darf nicht weg

+
Kurz angebunden: „Ich sage gar nichts zu dem Thema“, erklärt Marko Arnautovic und schließt die Tür seines Wagens. ·

Bremen - Der Vereinsboss spricht ein Machtwort: Werder will Marko Arnautovic nicht abgeben – nicht im Sommer und schon gar nicht mitten in der aktuellen Saison. Das hat Klaus Filbry gestern klargestellt.

Auf die Frage, ob ein sofortiger Wechsel des bis 2014 unter Vertrag stehenden Österreichers denkbar wäre, antwortete Filbry: „Das würde ich ausschließen. Wir haben mehrfach gesagt, dass wir mit ihm gerne verlängern würden. Das ist nach wie vor so.“

Bisher hat es aber noch keine Gespräche gegeben. Und solange die Zukunft von Arnautovic (Marktwert rund acht Millionen Euro) nicht geklärt ist, sprießen die Spekulationen. Erst war’s der VfL Wolfsburg mit Werders Ex-Sportchef Klaus Allofs, dann der AC Mailand, dann Fenerbahce Istanbul – und nun ist es Dynamo Kiew. Laut der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ und der „Bild“ ist der ukrainische Spitzenclub hinter dem Bremer Außenstürmer her, lockt ihn mit Millionen, will in den nächsten Tagen ein lukratives Angebot vorlegen und ihn sofort verpflichten. Das ist theoretisch sogar möglich, weil das Transferfenster in der Ukraine erst am 1. März schließt.

Arnautovic hüllte sich gestern Mittag – ganz anders als sonst – fast komplett in Schweigen. Bei den vorherigen Gerüchten hatte er schon mal zugegeben, sich geschmeichelt zu fühlen, andernorts begehrt oder zumindest im Gespräch zu sein. Diesmal kam – beim Einsteigen in seinen Dienstwagen – nur ein Satz. „Ich sage gar nichts zu diesem Thema“, erklärte der 23-Jährige leicht ge-nervt.

Dafür sprachen andere – und wiegelten ab. „Wir haben nichts vorliegen“, versicherte Filbry. Arnautovics Berater wollen ebenfalls keine Signale aus Kiew empfangen haben. „An uns ist nichts herangetragen worden. Und an Spekulationen beteiligen wir uns nicht“, sagte Efe Firat Aktas. Markos Bruder Danijel rühmte Dynamo zwar als „Topclub, der immer international spielt“ und „großen Verein mit viel Geld“, von einem Interesse des 13-maligen ukrainischen Meisters aber „weiß ich nichts. Keine Ahnung, wo das schon wieder herkommt. Da ist nichts dran. Marko ist Spieler von Werder Bremen.“ Sein Bruder habe in der Rückrunde wegen Verletzungen und Sperren „einen kleinen Hänger, aber er gibt weiter alles für den Verein. Das ist das, was zählt“, meinte Danijel Ar-nautovic und wiederholte, was er zu Beginn des Jahres bei den aufflammenden Wolfsburg- und Milan-Gerüchten gesagt hatte: „Marko läuft Werder nicht weg.“

Für die Arnautovic-Fraktion ist eine Vertragsverlängerung durchaus vorstellbar, muss aber nicht sofort in Angriff genommen werden. „Wir machen keinen Stress, haben keine Eile und keine Galgenfrist gesetzt“, sagte Danijel Arnautovic und ergänzte: „Thomas Eichin fängt ja jetzt erst als Manager bei Werder an. Ich denke, er wird demnächst auf uns zukommen.“ · mr

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Das passiert am Samstag

Das passiert am Samstag

Zehn Fakten zum Werder-Spiel gegen Gladbach

Zehn Fakten zum Werder-Spiel gegen Gladbach

Wohin mit Kainz? Nouri hat die Wahl

Wohin mit Kainz? Nouri hat die Wahl

Das passiert am Dienstag

Das passiert am Dienstag

Kommentare