Heute Mittag bekommt Werder seinen Gegner für die Champions-League-Quali / Kiew die härteste Nuss

Kommt Shevchenko? Schaaf ist es „wurscht“

Andrej Shevchenko

Werder-Bremen - BAD WALTERSDORF · Der Name hat Klang: Andrej Shevchenko. Der Ukrainer war einmal einer der besten Stürmer der Welt – und könnte nun im Herbst seiner Karriere Werder Bremen gefährlich werden.

Der 33-jährige Ukrainer kickt nach vielen Jahren beim AC Mailand und beim FC Chelsea mittlerweile wieder in seiner Heimat für Dynamo Kiew und ist einer der möglichen fünf Gegner für Werder im Kampf um einen Platz in der Champions League. Die Auslosung findet heute um 12 Uhr im schweizerischen Nyon statt.

Neben Kiew sind auch noch Sampdoria Genua, AJ Auxerre, Sporting Braga und die Young Boys Bern möglich. Keine Frage, nicht nur wegen Shevchenko gilt Kiew als härteste Nuss. Denn der Club hat richtig viel Geld und steht kurz vor einer Verpflichtung des Brasilianers Robinho (FC Santos).

Werder-Coach Thomas Schaaf mag sich damit gar nicht beschäftigen: „Mir ist es wurscht, gegen wen wir spielen. Wir können es sowieso nicht ändern, beide Partien werden sehr schwer.“ Auch Clubchef Klaus Allofs glaubt, „dass wir sehr gut vorbereitet sein müssen, alle Mannschaften haben es in sich. Ich habe keinen Lieblingsgegner.“

Für diesen Titel kommen einem beim ersten Hingucken sofort die Young Boys Bern in den Sinn. Aber Vorsicht: Der Schweizer Vizemeister hat in der letzten Runde Fenerbahce Istanbul rausgehauen – mit einem 1:0-Sieg am Bosporus (Hinspiel: 2:2). Bekanntester Spieler ist Christoph Spycher, der gerade von Eintracht Frankfurt losgeeist werden konnte.

Noch in guter Erinnerung dürfte Sporting Braga sein. Im Frühjahr 2008 setzte sich Werder souverän im UEFA-Cup-Achtelfinale gegen die Portugiesen durch. Tim Wiese hielt im Rückspiel zwei Elfmeter. Der Vizemeister muss gerade den Abgang von Nationalkeeper Eduardo (FC Genua) verkraften.

Apropos Genua, allerdings Sampdoria: Bei den Italienern sind die beiden Stürmer Giampaolo Pazzini und Antonio Cassano die großen Stars. AJ Auxerre setzt im Sturm auf den Polen Ireneusz Jelen – und auf insgesamt zehn Afrikaner. Die Franzosen steigen wie Werder und Genua erst jetzt in die Qualifikation ein.

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