Werder-Coach Schaaf bestätigt das Interesse an dem Bayern-Reservisten

Kommt Petersen? „Schauen wir mal, was zu machen ist“

Eine Saison bei Bayern München hat „mich enorm vorangebracht“, sagt Nils Petersen. Nun will Werder Bremen davon profitieren und den Stürmer ausleihen. ·

Bremen - Das Gerücht ist jetzt keines mehr. Trainer Thomas Schaaf hat gestern das Interesse an einer Verpflichtung von Bayern-Stürmer Nils Petersen (23) bestätigt. „Er ist ein interessanter Mann, der immer, wenn er gespielt hat, hervorragende Leistungen gebracht hat. Schauen wir mal, was da zu machen ist“, sagte Schaaf im „Sportblitz“ von Radio Bremen. Im Gespräch ist ein Ausleihgeschäft, Petersen steht bei Bayern München noch bis 2014 unter Vertrag.

Ein knappes „Ja“ war bereits Klaus Allofs rausgerutscht, als er am Mittwochabend am Rande des Testspiels beim FC CZ Jena auf das Interesse an Petersen und die Bremer Transferabsichten angesprochen worden war. Hätte der Werder-Chef gewusst, dass der Fragesteller die Information sogleich den Medien zuträgt – er hätte wohl den Mund gehalten. Aber raus ist raus. Und Allofs machte gestern auch keine Anstalten, irgendetwas zu revidieren. Nur noch mehr verraten – nein, das wollte er dann doch nicht. „Grundsätzlich möchte ich über Personalien nichts sagen. Wir sind sehr intensiv in Gesprächen, was Neuverpflichtungen betrifft und möchten keine Störfeuer provozieren.“

Deshalb fährt der Geschäftsführer die Null-Informations-Politik. So viel sei aber gesagt: Weil das Geld in Bremen knapp ist, „müssen wir kreative Lösungen finden“. Zu leihen statt zu kaufen, ist zwar nicht sonderlich kreativ, für den Moment aber die günstigste Lösung. Doch machen die Bayern und Petersen da überhaupt mit?

Momentan ist sicher keine Antwort zu erwarten. Morgen spielen die Münchner das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund, eine Woche später steht das Champions-League-Endspiel gegen den FC Chelsea an. Nachvollziehbar, wenn die Bayern-Bosse derzeit keine Zeit und Lust haben, über Spieler aus der zweiten Reihe zu entscheiden.

Ein solcher ist Petersen. Seit er im vergangenen Sommer für 2,8 Millionen Euro von Energie Cottbus verpflichtet worden war, hat er in der Bundesliga lediglich zweimal von Anfang an gespielt, wurde siebenmal eingewechselt. Seine Bilanz: Zwei Tore. Drei Einsätze in der Champions League (kein Tor) und zwei im Pokal (zwei Treffer gegen Ingolstadt) kommen dazu. Zufrieden ist er damit nicht, aber auch nicht unglücklich. „Das glauben jetzt sicher zwar nur Wenige: Aber die ersten neun Monate haben mich enorm vorangebracht. Wenn ich meine ersten Trainingseinheiten mit den heutigen vergleiche: Das sind verschiedene Welten. Ich habe bereits mehr gelernt, als ich in drei Jahren zweite Liga je hätte lernen können“, sagte er in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“. Ein Fehler sei es deshalb nicht gewesen, als Torschützenkönig der zweiten Liga (25 Treffer) gleich den großen Sprung zum FC Bayern gewagt zu haben: „Ich habe alles richtig gemacht.“

Aber bleibt es auch das Richtige? Mit 23 Jahren muss bald der Durchbruch kommen. Doch München will Petersen den französischen Nationalstürmer Olivier Giroud vor die Nase setzen, auch der Name Claudio Pizarro geistert durch die Gerüchteküche. Fluchtins-tinkte hat der clevere Petersen dennoch nicht. Einen Verkauf schließt er aus, über eine Ausleihe könne man reden, sagte er. Und Werder, das hatte er kürzlich kundgetan, sei „interessant“. · csa

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