Kommentar zum Trainerwechsel bei Werder

Richtiger Schritt, riskante Wahl

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Neuer Cheftrainer Skripnik (r.) mit Co-Trainer Frings (l.)

Werder-Bremen - Von Carsten Sander. „Es gibt keine Alternative zum Sieg“, hatte Robin Dutt vor der Bundesliga-Partie gegen den 1. FC Köln gesagt. Nachdem Werder Bremen aber auch dieses Spiel verloren hatte, gab es keine Alternative mehr zu seinem Rauswurf. Dass die Geschäftsführung ihn gestern nach neun sieglosen Spielen beurlaubt hat, ist richtig. Ohne Wenn und Aber.

Kreiszeitungs Redakteur Carsten Sander

Robin Dutt hat in den 16 Monaten seiner Amtszeit fast ausschließlich auf der Klaviatur der Motivation, des Teamgeistes gespielt. Wichtige Komponenten, keine Frage. Dutt hat vielleicht – wie er es vor dem Köln-Spiel sagte – „ein Funkeln in den Augen der Spieler“ hingekriegt. Mit dem fußballerischen Rüstzeug für Siege hat er die Mannschaft allerdings nicht ausgestattet. Robin Dutt ist bei Werder nach allen Regeln der Kunst gescheitert. Punkt.

Nun übernimmt Viktor Skripnik, eine kleine Werder-Legende. An seiner Seite Co-Trainer Torsten Frings, eine deutlich größere Werder-Legende. Zusammen sollen sie es richten, sollen den Club zum Klassenerhalt führen. Thomas Eichin bezeichnet diese Lösung als den „Werder-Weg“.

Vielleicht wird es sich auch als gute Entscheidung entpuppen. Skripnik genießt im Verein hohes Ansehen. Er sei ein Trainer mit klaren Ideen und Vorstellungen, heißt es. Zudem ist der nicht immer gesprächige Ukrainer so etwas wie das Gegenteil des mitunter zu redegewandten Dutt. Von Frings ist zu hören, dass die Spieler der U23 begeistert sind von seiner Art.

Für das Duo spricht zudem, dass der Rückhalt in der Bremer Fan-Szene riesig sein wird. Nachteil: Beide verfügen über null Trainererfahrung in der Bundesliga. Das macht das Ganze unterm Strich zu einer riskanten Lösung.

Das sind Viktor Skripnik und Torsten Frings

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