Kommentar zur Trainerdiskussion

Der letzte Warnschuss

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Werders Sportchef Thomas Eichin und Trainer Viktor Skripnik am Sonntag beim Training.

Ein Kommentar von Björn Knips. Nur 28 Punkte in 29 Spielen, nur zwei Heimsiege in 14 Versuchen, noch nie zu Null, schon 59 Gegentore, zwei Punkte Rückstand bis zum Nicht-Abstiegsplatz – die Zahlen könnten kaum schlechter sein, der Abstieg droht mehr denn je! Doch Trainer Viktor Skripnik darf trotzdem weitermachen. Eigentlich ist das schon unglaublich.

Sportredakteur Björn Knips

Doch es kommt noch viel schlimmer: Skripnik erhält von den Verantwortlichen eine Rückendeckung, die gar keine ist. Täglich droht ihm nun der Rauswurf, falls er mental nicht in die Spur findet. Dabei ist schon lange klar, dass Skripnik der Aufgabe eines Cheftrainers bei einem Bundesligisten nicht gewachsen ist. Er hat die Mannschaft nach der Rettung in der Vorsaison überhaupt nicht weiterentwickelt. Er hat selbst zugegeben, dass die Mannschaft in der Hinrunde nicht fit war. Er hat nun sogar verraten, schon mehrfach seinen Rücktritt angeboten zu haben. Deshalb zieht der Club am Saisonende ja auch die Reißleine. Aber warum nicht schon jetzt?

Die 1:2-Heimpleite gegen einen stark ersatzgeschwächten Tabellen-16. aus Augsburg war der letzte Warnschuss. Alle haben ihn gespürt – Fans, Spieler, Trainer, Offizielle. Bremen steht unter Schock. Und setzt es am nächsten Samstag gegen den VfL Wolfsburg die nächste Heimpleite, dann kann der Abstand zum rettenden Ufer schon fünf Punkte betragen – bei nur noch vier Spielen. Tschüss, Bundesliga! Dieses Risiko darf der Club nicht eingehen. Es wird ein Optimist gebraucht – und keiner, der wie Skripnik die Schuld bei anderen sucht und schon wie ein trauriger Absteiger aussieht. Ja, die Mannschaft hat sich angeblich voll hinter ihn gestellt. Das ehrt die Profis. Das zeigt ihre Loyalität gegenüber ihrem Chef und ihrem Club. Für den Rauswurf eines Trainer sind andere zuständig. Sportchef Thomas Eichin und Co. müssen aufgrund von Fakten handeln – und die sind eindeutig.

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