Thomas Schaaf in Frankfurt

Kommentar: Keine Scheu, noch mal anzupacken

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Thomas Schaaf geht zu Eintracht Frankfurt.

Kommentar von Malte Rehnert: Thomas Schaaf geht zu Eintracht Frankfurt. Seine Entscheidung zeigt: Nach 14 Jahren als Trainer von Werder Bremen hat er Lust auf etwas Neues, ist bereit anzupacken und sich die Hände schmutzig zu machen.

Malte Rehnert

Denn die Eintracht ist anno 2014 kein Hochglanz-Club im deutschen Fußball, sondern eine große, sportliche Baustelle. Schaafs Vorgänger Armin Veh verlässt die Hessen sogar, weil ihm (trotz Europa-League-Teilnahme in der gerade beendetn Saison) die sportliche Perspektive fehlt. Leistungsträger wie Sebastian Rode und Kapitän Pirmin Schwegler sehen es wie Veh – und gehen. Ob Rechtsverteidiger Sebastian Jung und der ausgeliehene Stürmer Joselu bleiben, ist offen. Der Kader ist bisher nicht stärker, sondern schwächer geworden. Und massenweise Geld hat die Eintracht auch nicht.

Ein Riesenberg Arbeit also für Schaaf, der auf dem Frankfurter Trainerstuhl eine große, aber keine innovative Lösung ist. Er war nicht einmal die unumstrittene Nummer eins bei der Trainerwahl. Die Eintracht wollte unbedingt Roger Schmidt aus Salzburg haben, der sich dann für Leverkusen entschied.

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Nun ist es also Schaaf geworden. In Frankfurt muss der 53-Jährige zeigen, dass er es noch hinbekommt, eine Mannschaft aufzubauen und zu verbessern – und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Also all das, was ihm in Bremen vor einem Jahr nicht mehr zugetraut wurde.

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