Kommentar zu Djilobodjis Geste

Ein Denkzettel muss sein

Kommentar von Carsten Sander - Es mag Leute geben, die in der „Kopf-ab“-Geste von Papy Djilobodji lediglich eine amüsante Anekdote im Unterhaltungsprogramm Fußball-Bundesliga sehen. Es sind die, die sagen, dass er doch niemanden verletzt hat und ja eigentlich gar nichts passiert sei.

Carsten Sander

Nichts passiert? Natürlich hat Djilobodji nicht getreten, geschubst, geschlagen oder gespuckt. Was er gemacht hat, ist auch kein Skandal. Aber es war ein Foul – und zwar eines am guten Benehmen, am Respekt vor einem Berufskollegen, an der Sportlichkeit, vor allem aber an der eigenen Vorbildfunktion. Er muss wissen, dass alles, was er macht, von Kindern nachgeahmt wird. Wer also solche Aktionen durchgehen lässt, muss sich nicht wundern, wenn es demnächst wieder passiert – bei den C-Junioren, in der Kreisliga. Möchte das irgendjemand? Sicher nicht. Schon gar nicht der DFB. Djilobodji wird für seine Dummheit den Denkzettel vom Sportgericht bekommen. Das muss auch so sein. Eine Strafe in Form einer Sperre ist wahrscheinlich. Sie würde Werder im Abstiegskampf hart treffen. Und das entschuldigt in Ansätzen, dass Geschäftsführer Thomas Eichin einen Erklärungsansatz für die Szene hatte, die sich sehr nahe an der Grenze zum Klamauk bewegte. Kopf-ab-Geste als Aufforderung nicht länger den sterbenden Schwan zu markieren? Wirklich eine gewagte These.

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