Bargfrede will in sechs Wochen zurück sein

„Es kommen auch wieder gute Zeiten“

Bremen - Der Umgang mit seinen Krücken sah schon recht gekonnt aus. Leider kennt sich Philipp Bargfrede mit Gehhilfen aus. „Das war schon meine vierte Knieoperation – zwei Mal links und nun das zweite Mal rechts“, berichtete der 23-Jährige gestern, als er aus der Werder-Kabine im Weserstadion kam.

Tags zuvor war er aus Augsburg zurückgekehrt, wo ihm Dr. Ulrich Boenisch einen Teil des Außenmeniskus entfernt hatte. „Der war gerissen. An der Stelle wurde ich in der Jugend schon einmal operiert, da wurde es zusammengenäht. Jetzt ist er wieder gerissen“, erklärte Bargfrede ganz nüchtern.

Vor einer Woche hatte es ihn erwischt – beim Test gegen den VfL Wolfsburg im Trainingslager in Belek. Die Partie sollte ihn eigentlich dem anvisierten Stammplatz wieder einen großen Schritt näherbringen, doch kurz vor Schluss knackte es bei einem Zweikampf. „Ich wusste sofort, dass es etwas Schlimmeres war, weil ich das schon kannte“, erinnerte sich Bargfrede. Sein Gefühl täuschte ihn nicht. „Am Anfang war das natürlich schwer für mich“, gestand der Mittelfeldspieler. Hatte er sich doch gerade erst nach Achillessehnenproblemen zurückgekämpft. „Wenn es einmal schlecht läuft, dann läuft es auch schlecht. Das ist echt scheiße“, seufzte Bargfrede, der schon im Sommer verletzungsbedingt wichtige Trainingswochen verpasst und dadurch seinen Stammplatz als Sechser verloren hatte: „Jetzt muss ich wieder von vorne anfangen.“

Das allerdings langsam. Erst wenn in zehn bis 14 Tagen die Fäden gezogen werden, darf er die Krücken beiseite legen und das rechte Knie wieder voll belasten. Bis dahin gibt es nur Lymphdrainagen und ein bisschen Krafttraining für den Oberkörper. „Da muss ich jetzt durch“, meinte Bargfrede und machte in Optimismus: „Ich kann es sowieso nicht ändern und versuche, so positiv wie möglich damit umzugehen. Durch schlechte Gedanken wird es auch nicht besser.“

Also blickte er nur kurz auf seine verletzungsreiche Karriere zurück. „Sicher, da war einiges. Aber ich war bei den Profis auch eine ganze Zeit verletzungsfrei“, stellte Bargfrede klar und prophezeite: „Jetzt hatte ich leider eine kleine Serie, wo ich Pech hatte. Aber es kommen auch wieder gute Zeiten.“ Und zwar in sechs Wochen, dann will er wieder mit der Mannschaft trainieren. · kni

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