Sicherer Platz im EM-Kader? Nein, der DFB-Torwarttrainer ruft den großen Dreikampf aus

Köpke schockt Wiese

Abgang mit Mülltüte. Tim Wiese hat seinen Spind geräumt, Zeugwart Fritz Munder trägt das Abschiedsgeschenk des Vereins, Niclas Füllkrug hält dem Keeper die Tür auf. ·

Bremen - Ein blauer Müllsack voller Trainingsutensilien, ein werder-grünes Megafon und die Foto-Collage, die der Club ihm zum Abschied überreicht hat – das ist es auch schon, was Tim Wiese nach sieben Jahren in Bremen aus der Kabine trug. Gestern Mittag räumte der Torwart seinen Kabinenspind, Werder ist für ihn nun Geschichte.

Die Zukunft heißt 1899 Hoffenheim. Doch bevor es dort richtig los geht, steht noch die EM an – wenn Wiese überhaupt dabei sein wird. Das ist seit gestern gar nicht mehr so klar, wie es immer schien. Denn während Wiese aus dem Weserstadion auszog, schmiss DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke im fernen Rastatt völlig überraschend die Torwart-Hierarchie in der Nationalmannschaft über den Haufen. Zwar ist Manuel Neuer weiter die klare Nummer eins, doch dahinter „gibt es keine Reihenfolge“, sagte Köpke bei der Präsentation des vorläufigen deutschen EM-Kaders.

Tim Wiese - seine Jahre bei Werder Bremen

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Ein Schock für Wiese. Bisher war der 30-Jährige davon ausgegangen, sein Status als Ersatzmann hinter Bayern-Keeper Neuer sei sicher. Die ter Stegens, Zielers und Lenos könnten sich allenfalls um die dritte Torhüter-Position streiten, glaubte er. Nun streiten der Gladbacher Marc-Andre ter Stegen (20) und der Hannoveraner Ron-Robert Zieler (23) laut Köpke auch mit Wiese: „Der Konkurrenzkampf ist da. Jeder hat die Chance, auf den Zug aufzuspringen“, erklärte Köpke. Tim Wiese reagierte überrascht und perplex auf die veränderte Situation, war sprachlos. „Dazu sage ich nichts“, meinte er auf Nachfrage.

Bundestrainer Joachim Löw hatte für seinen vorläufigen, 27 Spieler umfassenden EM-Kader zum allgemeinen Erstaunen vier Torhüter nominiert. Neben Neuer, der erst nach dem Champions-League-Finale am 19. Mai zum Team stoßen wird, wurden Wiese sowie Zieler und erstmals auch ter Stegen berufen. Für den Trainingsbetrieb, so Köpke, würden drei Torleute gebraucht. Bis zum 29. Mai wird das Trio um die zwei noch zu vergebenden Plätze hinter Neuer kämpfen. Bis dahin wird Löw (siehe Interview auf der folgenden Seite) die Dinge laufen lassen: „Im Moment haben wir keine Veranlassung, eine endgültige Entscheidung zu treffen.“ · csa/dpa

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