Nike präsentiert die neuen Werder-Trikots und will den Club groß rausbringen

Ein knalliger Hingucker und eine Meister-Kopie

Die neuen Werder-Kleider: Links das Auswärtstrikot, in der Mitte der Heimdress, rechts das Event-Trikot.

Werder-Bremen - BREMEN n Schön oder nicht schön – das ist jetzt die Frage. Die Meinungen gingen schon gestern Abend bei der offiziellen Präsentation der neuen Werder-Trikots weit aus-einander. Der neue Ausrüster Nike hatte in der feinen Hudson-Lounge in der Bremer Überseestadt jedenfalls alles getan, um die geladenen Gäste mit einer guten Show inklusive Premiere-Moderator Sebastian Hellmann zu überzeugen. Und Werder hatte den verspätet eingetroffenen Neuzugang Marcelo Moreno als Model ins Rennen geschickt, um für noch mehr Aufsehen zu sorgen.

„Ich bin mir ganz sicher, dass die meisten unser neues Trikot akzeptieren werden. Aber man trifft nun mal nicht den Geschmack von allen Menschen“, meinte Werder-Boss Klaus Allofs. Sein Favorit unter den drei Trikots ist der Event-Dress in knalligem Orange: „Das ist ein Hingucker, damit haben wir eine enorme Präsenz auf dem Platz.“ Das Heim- und das Auswärtstrikot kommen da etwas schlichter her, wobei Ersteres doch sehr dem letztjährigen Outfit von Meister VfL Wolfsburg ähnelt. Aber vielleicht ist das ja ein gutes Omen.

Neu ist auch der Schriftzug auf der Werder-Brust. Dort steht nun „So geht Bank heute“ statt wie bisher Citibank. Das Unternehmen wurde vor einem Jahr von der französischen Bankengruppe Credit Mutuel übernommen, im Februar soll ein neuer Name eingeführt werden – deshalb das kleine Werbe-Dilemma. „Das ist vielleicht nicht ganz so glücklich, aber man hat in einer schwierigen Situation noch das Beste daraus gemacht“, sagte Allofs und sah auch kein Problem darin, dass zur Rückrunde mindestens das Auswärtstrikot mit dem neuen, noch unbekannten Namen der ehemaligen Citibank versehen wird: „Ich glaube nicht, dass wir deshalb weniger Trikots verkaufen werden.“

Allerdings müssen die Fans auch noch tiefer in die Tasche greifen als früher. Erwachsene zahlen 69,95 Euro, Kinder 54,95 Euro. Damit ist Nike etwas teurer als Vorgänger Kappa. Aber dafür spülen die US-Amerikaner auch mehr Geld in die Werder-Kasse als die italienische Konkurrenz. Von vier Millionen Euro jährlich ist die Rede (Vertrag bis 2014), von Kappa gab’s nicht mal die Hälfte. Zudem plant Nike mit Werder eine große Kampagne im Kino und im Internet – das wurde mit noch keinem Club im deutschsprachigen Raum gemacht. Auch das zeigt: Werder ist mit dem Ausrüster-Wechsel in eine neue Liga aufgestiegen. „Das war unser Ziel“, erklärte Allofs – und Nike-Geschäftsführerin Michaela Stitz schwärmte: „Werder ist der Verein in Deutschland, mit dem wir die meisten Erfolge feiern können.“

Damit das auch klappt, haben die Bremer Marcelo Moreno verpflichtet. Und der Bolivianer ist richtig heiß auf seinen neuen Job. „Die Anreise war zwar etwas anstrengend, aber jetzt bin ich hier, um zu arbeiten. Ich will Titel holen, und das muss die ganze Mannschaft wollen“, forderte der 22-Jährige und fügte noch an: „Ich weiß nicht, ob die Bremer mich jetzt schon mögen. Aber ich werde alles dafür tun, die Streicheleinheiten der Fans zu bekommen.“

Trump stößt G7 in eine tiefe Krise

Trump stößt G7 in eine tiefe Krise

Piazzetta 2017 - Kunst bei bestem Sommerwetter

Piazzetta 2017 - Kunst bei bestem Sommerwetter

„Stelle di Notte“ an der Bassumer Freudenburg

„Stelle di Notte“ an der Bassumer Freudenburg

Open-Air-Sommerfestival am Weichelsee

Open-Air-Sommerfestival am Weichelsee

Meistgelesene Artikel

Franke auf dem Weg zu Werder?

Franke auf dem Weg zu Werder?

Wegen Caldirola – keine Chance für Ü 22-Kicker

Wegen Caldirola – keine Chance für Ü 22-Kicker

Entspannter Entscheider

Entspannter Entscheider

Schierenbeck sucht nach neuem Bruns

Schierenbeck sucht nach neuem Bruns

Kommentare