Allergische Reaktion setzt Marin kurz matt / Ab heute wieder dabei / Lob für Löws Team

Klinik statt Training – aber schnelle Entwarnung

Marko Marin ·

Bremen - Da hatte Marko Marin seinen Teamkollegen und Trainer Thomas Schaaf einen kleinen Schrecken eingejagt: Werders Mittelfeld-Trickser erschien gestern ganz normal zum Training – aber in der Kabine zeigten sich plötzlich rote Flecken in seinem Gesicht.

Schaaf befreite ihn vom Training und schickte ihn ins Krankenhaus. Physiotherapeut Holger Berger übernahm in seinem historischen Käfer den Transport.

Nach dem medizinischen Check kehrte Marin zurück zum Stadion – und gab Entwarnung: „Es war wohl nur eine allergische Reaktion. Vielleicht habe ich ’was Falsches gegessen. Aber morgen kann ich wieder voll mittrainieren. Die Flecken sind weg, und die Farbe in meinem Gesicht ist zurück“, schilderte Werders Techniker grinsend – wohlwissend, dass er im Normalzustand ziemlich blass ist…

Alles andere als farblos, das musste Marin neidlos anerkennen, hatte der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft am Vorabend beim 3:2-Sieg über Rekordweltmeister Brasilien ausgesehen: „Die Jungs haben richtig stark gespielt“, schnalzte der 22-Jährige mit der Zunge. „Das waren gute Kombinationen und starke Spielzüge.“

Natürlich hätte Werders Spielmacher das prestigeträchtige Testspiel lieber als Akiver miterlebt als zu Hause vor dem Fernseher. Trotz dieser eindrucksvollen Vorstellung glaubt Marin aber weiter fest an ein Comeback im Team von Bundestrainer Joachim Löw: „Ich denke mir: Wenn ich gute Leistungen bringe, kann ich auch in dieser starken Nationalmannschaft meinen Teil zum Erfolg beitragen. Mein Ansporn ist, möglichst schnell wieder dabei zu sein“, unterstrich der Bremer, der 2010 noch WM-Bronze geholt hatte. Ein denkwürdiges Erlebnis, das der 16-fache Nationalspieler möglichst noch toppen will – mit einem Erfolg bei der Europameisterschaft: „Die EM im nächsten Jahr bleibt mein Ziel.“ · csa/ck

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