Stark ersatzgeschwächte Bremer zeigen wieder Moral

Kleiner Schritt nach vorn

Werder-Bremen - LEVERKUSEN (flü) · Wenn jemand Thomas Schaaf vor dem Spiel gesagt hätte, dass Werder mit dieser Notelf ein 2:2 bei Bayer Leverkusen holt, der Bremer Trainer hätte vermutlich eingeschlagen.

Nach dem Abpfiff allerdings trauerte der 49-Jährige ein wenig der verpassten Chance nach, nicht alle drei Punkte geholt zu haben. Bis zur 78. Minute hatte seine Mannschaft geführt, ehe Leverkusen doch noch durch Eren Derdiyok den Ausgleich schaffte. „Wenn man so lange vorn liegt, wünscht man sich dieses Ergebnis natürlich auch als Endresultat“, seufzte Schaaf.

Immerhin hatte der Coach eine Mannschaft gesehen, die das desaströse Auftreten in der Champions League beim 0:4 in Mailand korrigieren wollte. Einsatz und Leidenschaft stimmten, wenn auch spielerisch vor allem in den ersten 45 Minuten noch nicht alles klappte. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Da hat Leverkusen das Spiel bestimmt und wir haben zu viel zugelassen“, räumte Schaaf ein.

Nach dem Wechsel lief‘s besser. Auch, weil sich die Spieler die Ansprache des Trainers in der Pause zu Herzen genommen hatten. „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt. Wir sind besser ins Spiel gekommen und hatten vor allem in der Offensive gute Aktionen“, lobte der Werder-Coach.

Besonders beachtenswert war die Moral der ersatzgeschwächten Bremer Mannschaft, einen 0:1-Rückstand noch umzubiegen. Auch wenn‘s am Ende nicht zum Sieg reichte. „Mit dieser Truppe ein 2:2 in Leverkusen zu holen, ist schon bemerkenswert. Wir haben vier Punkte aus den letzten beiden Bundesligaspielen geholt. Das ist in Ordnung“, fand Werder-Torwart Tim Wiese. Und Vizekapitän Per Mertesacker ergänzte: „Defensiv haben wir insgesamt wenig zugelassen, standen stabil und haben in der zweiten Hälfte bessere Kombinationen gezeigt. Wir hatten mehr Ballstafetten und Tempowechsel im Spiel. Der Punkt war ein Anfang, ein kleiner Schritt nach vorne, trotzdem kann es nicht unser Anspruch sein, wir wollen mehr.“

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