Mesut Özil: Dank für Krisengespräche, Rüffel für Kollegen

Ein kleiner Lichtblick

Die offenen Vertragsverhandlungen belasten ihn angeblich nicht, sagt Mesut Özil. Dahingehende Spekulationen seien „Quatsch“.

Bremen (csa) · Wie er selbst seine Leistung gesehen hat? Scheinbar gar nicht. Jedenfalls wollte Mesut Özil keine Beurteilung seines Spiels abgeben. Er zerrte lieber das Ergebnis nach vorn.

Mit dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen sei er „sehr zufrieden“, sagte der Werder-Star, der gerade sportlich schwere Wochen durchmacht. Die „Özil-Krise“ beschäftigt Mitspieler, Vorgesetzte und Medien. Vielleicht wird sie es bald nicht mehr tun. Denn gestern schickte Özil erste Lichtstrahlen in das Dunkel seines tiefen Leistungslochs. „Er hatte“, übernahm Werder-Sportdirektor Klaus Allofs anstelle Özils die Bewertung, „gute Szenen im Spiel.“

Das ist Mesut Özil

Der Aufstieg des Mesut Özil

Geboren am 15. Oktober 1988 in Gelsenkirchen machte Mesut Özil seine ersten Schritte im Profi-Fußball für seinen Heimatverein Schalke 04. © Nordphoto
Am 12. August 2006 bestritt er für die Königsblauen sein erstes Bundesligaspiel. Nach eineinhalb Jahren und 19 Profipartien verließ er Schalke aber nach Unstimmigkeiten in Vertragsverhandlungen. Es folgte... © Nordphoto
der Wechsel nach Bremen, wo er am 31. Januar 2008 seinen Vertrag unterschrieb © Nordphoto
Auch wenn er sich im Training reinhängte, stand der junge Spielmacher ... © Nordphoto
... zunächst im Schatten von Superstar Diego. © Nordphoto
Doch der damals 19-Jährige setzte schon früh die ersten Ausrufezeichen. © Nordphoto
Mit seiner guten Übersicht und... © Nordphoto
der starken Schusstechnik begeisterte er die Fans. Gegen Karlsruhe gelang ihm schließlich am 26. April 2008 sein erstes Tor in der Bundesliga. © Nordphoto
Sechsmal durfte der Mittelfeldstratege mittlerweile für Bremen in der Bundesliga jubeln, zwei Tore erzielte er in dieser Saison. © Nordphoto
Zum ersten Mal im Nationaldress: Bei der 0:1-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Norwegen im Februar 2009 durfte Özil auch für ein paar Minuten ran. Seit seinem Pflichtspieleinsatz gegen Aserbaidschan Mitte August ist er nur noch für das deutsche Team spielberechtigt. © Nordphoto
Bitterer Moment: Im Finale um den Uefa-Cup verlor Mesut Özil mit Werder Bremen im Mai gegen Schachtjor Donezk. Nur kurz darauf durfte sich der mittlerweile  20-Jährige Özil doppelt freuen. © Nordphoto
Nach seinem entscheidenden Treffer gegen Bayer 04 Leverkusen im Endspiel um den DFB-Pokal... © Nordphoto
...durfte er eben jenen erstmals in den Himmel stemmen. © Nordphoto
Im Juni dann der nächste große Erfolg. Mit einer Gala Mesut Özils im Finale der U21-Europameisterschaft siegten die deutschen Nachwuchskicker mit 4:0 gegen England. © Nordphoto
Nach dem Abgang von Diego hat Mesut Özil nun die Rolle des Spielmachers übernommen, der fast alle Ecken und Freistöße im Team ausführt © Nordphoto

Aber auch weniger gute. Und auch ein paar richtig schlechte. Unterm Strich war aber ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Möglicherweise als ein Ergebnis des Gebets, das Özil vor dem Anpfiff gen Himmel sandte. Möglicherweise aber auch als Resultat der Gespräche, die Trainer Thomas Schaaf und Allofs nach Özils Grusel-Vorstellung am vergangenen Donnerstag in Enschede mit dem Mittelfeldspieler geführt hatten. Der Umsorgte war jedenfalls „dankbar für die Gespräche. Sie waren sehr positiv“.

Inhalte bleiben natürlich geheim. Ebenso, wieviel er wirklich daraus mitgenommen hat. Bislang hatte sich Mesut Özil von den Versuchen der sportlichen Leitung, ihn zu lenken, wenig beeindrucken lassen. Speziell in Sachen Vertragsverhandlungen, die allgemein als Quelle seiner Krise gelten. Doch die Forderung aus der Mannschaft, er möge nun bald seine Angelegenheiten regeln, um wieder den Kopf für den Fußball frei zu bekommen, seien „Quatsch“, sagt der 21-Jährige: „Ich denke doch nicht an meinen Vertrag, wenn ich auf den Platz gehe.“

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