Mesut Özil: Dank für Krisengespräche, Rüffel für Kollegen

Ein kleiner Lichtblick

Die offenen Vertragsverhandlungen belasten ihn angeblich nicht, sagt Mesut Özil. Dahingehende Spekulationen seien „Quatsch“.

Bremen (csa) · Wie er selbst seine Leistung gesehen hat? Scheinbar gar nicht. Jedenfalls wollte Mesut Özil keine Beurteilung seines Spiels abgeben. Er zerrte lieber das Ergebnis nach vorn.

Mit dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen sei er „sehr zufrieden“, sagte der Werder-Star, der gerade sportlich schwere Wochen durchmacht. Die „Özil-Krise“ beschäftigt Mitspieler, Vorgesetzte und Medien. Vielleicht wird sie es bald nicht mehr tun. Denn gestern schickte Özil erste Lichtstrahlen in das Dunkel seines tiefen Leistungslochs. „Er hatte“, übernahm Werder-Sportdirektor Klaus Allofs anstelle Özils die Bewertung, „gute Szenen im Spiel.“

Das ist Mesut Özil

Der Aufstieg des Mesut Özil

Aber auch weniger gute. Und auch ein paar richtig schlechte. Unterm Strich war aber ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Möglicherweise als ein Ergebnis des Gebets, das Özil vor dem Anpfiff gen Himmel sandte. Möglicherweise aber auch als Resultat der Gespräche, die Trainer Thomas Schaaf und Allofs nach Özils Grusel-Vorstellung am vergangenen Donnerstag in Enschede mit dem Mittelfeldspieler geführt hatten. Der Umsorgte war jedenfalls „dankbar für die Gespräche. Sie waren sehr positiv“.

Inhalte bleiben natürlich geheim. Ebenso, wieviel er wirklich daraus mitgenommen hat. Bislang hatte sich Mesut Özil von den Versuchen der sportlichen Leitung, ihn zu lenken, wenig beeindrucken lassen. Speziell in Sachen Vertragsverhandlungen, die allgemein als Quelle seiner Krise gelten. Doch die Forderung aus der Mannschaft, er möge nun bald seine Angelegenheiten regeln, um wieder den Kopf für den Fußball frei zu bekommen, seien „Quatsch“, sagt der 21-Jährige: „Ich denke doch nicht an meinen Vertrag, wenn ich auf den Platz gehe.“

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