Ein kleiner, großer Schritt

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Endlich wieder den Ball am Fuß: Werders Innenverteidiger Sebastian Prödl.

Bremen - Von Arne Flügge. Sebastian Prödl war einfach nur happy. Sechs Wochen lang ist der Bremer Innenverteidiger bereits wegen einer Knieverletzung außer Gefecht, gestern nun stand der 22-Jährige erstmals wieder auf dem Trainingsplatz und durfte Übungen mit dem Ball absolvieren.

„Ich bin sehr glücklich. Es ist ein Zeichen, dass es aufwärts geht“, strahlte Prödl. Die Ungeduld in ihm war in den letzten Wochen immer mehr gewachsen: „Ich würde schon jetzt gern viel mehr machen. Doch ich werde gebremst.“ Das allerdings nur zum Wohle des Österreichers und dessen Knie, wie Trainer Thomas Schaaf sagt: „Wir kennen Sebastian. Er ist sehr ehrgeizig, doch wir brauchen noch Geduld.“

An eine schnelle Rückkehr ins Mannschaftstraining ist somit noch nicht zu denken, doch die Übungen mit dem Ball waren für Prödl ein ganz wichtiger Schritt nach vorn. „Ich war sechs Wochen weg vom Fenster, konnte nur Ausdauer- und Kraftübungen machen. Es war ein gutes Gefühl, jetzt wieder auf dem Platz zu stehen“, strahlte der Abwehrspieler. Auch von der mentalen Seite her sei es wichtig zu wissen, dass es wieder bergauf geht. „Und jetzt muss der Kopf das Signal ans Knie geben, schnell wieder gesund zu werden“, meint Prödl.

Die Intensität der Übungen soll nun langsam aber stetig gesteigert werden. „Ich hoffe natürlich, dass es dabei keine Rückschläge geben wird und das Knie den Belastungen standhält“, sagt Prödl, der sich Ende August wegen einer Gelenkkapselentzündung im Knie einer Operation unterziehen musste.

In dieser und in der kommenden Woche wird Sebastian Prödl noch individuelles Training absolvieren, um sich auch die nötige Ausdauer zurückzuholen. Und er hat ein ehrgeiziges Ziel: Zum Europa-League-Spiel gegen seine Landsleute von Austria Wien am 22. Oktober will er wieder dabei sein. „Ich hoffe es klappt“, sagt Prödl. Und wenn nicht? „Dann gibt’s ja noch das Rückspiel zwei Wochen später“, schmunzelt der Verteidiger. Bis zum 5. November sollte er es schaffen zurückzukommen.

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