Bargfrede überrascht auf der Position des Abräumers

Der kleine Frings

Schneller als Gegenspieler Mohamed Zidan: Philipp Bargfrede (vorn).

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Einen „Klapps auf den Hintern“ hatte Philipp Bargfrede von seinen Teamkollegen erhalten. Es war die Anerkennung für eine starke Leistung gegen Dortmund auf der „Sechserposition“.

Dort spielt normalerweise Torsten Frings, doch der Kapitän ist verletzt, also entschied sich Werder-Trainer Thomas Schaaf, Bargfrede mit dem Job zu betreuen. Und der Coach wurde nicht enttäuscht. „Es war ein außergewöhnlich starkes Spiel von Philipp“, lobte Sportchef Klaus Allofs den 20-Jährigen: „Er war wie gefordert aggressiv, löste fast alles mit fairen Mitteln und hatte ein gutes Stellungsspiel.“

Wie Bargfrede die Bälle eroberte, abschirmte und in die Zweikämpfe ging, wie er die Pässe setzte und versuchte, das Spiel aufzubauen, erinnerte bereits ein wenig an die Art und Weise, wie Frings es gewöhnlich zu tun pflegt. „Natürlich habe ich mir von Torsten im Training einiges abgeschaut. Er hat schon so viel erreicht in seiner Karriere. Von ihm kann ich eine Menge lernen“, sagte Bargfrede. Erst am Mittag vor der Partie am Sonntag hatte er erfahren, dass er diese verantwortungsvolle Rolle übernehmen soll. „Hoppla, habe ich zuerst gedacht. Dann bin ich aber locker geblieben und habe probiert, das Beste daraus zu machen. Und ich denke, mit meiner Leistung kann ich auch zufrieden sein.“

Zuletzt war es der Mittelfeld-Allrounder nicht gewesen. „Vielleicht liegt mir die zentrale Position vor der Abwehr mehr als die Halbposition. Ich habe das Spiel vor mir. Das gefällt mir.“

Ganz neu ist die Rolle für Philipp Bargfrede nicht. In der Jugend hat er mal auf der Position gespielt, in der U 21 ist er einer der beiden „Doppelsechser“.

Die sportliche Leitung der Bremer wurde mit dem starken Auftritt Bargfredes in ihrer Erkenntnis bestätigt, ein vielseitiges Mittelfeldtalent dazubekommen zu haben. „Es war ja für viele zu Saisonbeginn eine Überraschung, dass Philipp diese Chance bekommt. Aber inzwischen ist er ein absolut anerkannter Stammspieler. Und das obwohl die Konkurrenz riesengroß ist“, erklärte Allofs und charakterisierte Bargfrede als „aufmerksam, konzentriert und lernwillig. Er macht seine Sache sehr unaufgeregt.“

Jetzt liegt es an Bargfrede, immer wieder nachzulegen. Und vielleicht kann er dann ja eines Tages wirklich in die derzeit noch sehr großen Fußstapfen von Torsten Frings treten. „Wenn ich mal sein Nachfolger werden sollte, dann mache ich das gern natürlich gern“, sagte Bargfrede: „Aber bis dahin will ich mir von ihm noch ganz viel abgucken.“

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