Adidas-Manager tritt Amt im Januar an / Lemke von Qualitäten überzeugt

Klaus Filbry wird neuer Werder-Geschäftsführer

Wird ab dem 1. Januar 2010 neuer Werder-Geschäftsführer für die Bereiche Management, Marketing und Finanzen: Klaus Filbry.

Werder-Bremen - BREMEN (Eig. Ber.) n Die interne Lösung ist zu den Akten gelegt, Werders Aufsichtsrat hat sich für ein neues Gesicht entschieden: Adidas-Manager Klaus Filbry wird ab dem 1. Januar 2010 neuer Geschäftsführer bei Werder Bremen. Er tritt damit die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Manfred Müller an. Das gab Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke gestern bekannt.

Filbry wird nicht nur Müllers Aufgaben für Marketing und Management übernehmen, sondern auch für den Bereich Finanzen verantwortlich sein. Damit übernimmt der 42-Jährige zusätzlich die Aufgaben des im März zurückgetretenen Geschäftsführers Jürgen L. Born. Womit gleichzeitig die Entscheidung gefallen ist, die Arbeit des Gremiums dauerhaft auf nur drei statt bisher vier Geschäftsführer zu verteilen.

n„Es ist eine tolle

nHerausforderung“

Lemke ist vom Ergebnis der intensiven Suche der letzten Monate überzeugt. „Eine der besten Beratungsagenturen Deutschlands hat uns eine Auswahl an hervorragenden Kandidaten präsentiert. Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht. Am Ende fiel die Wahl einstimmig auf Klaus Filbry. Er ist ein Mann mit internationaler Erfahrung, der in den USA für Adidas bereits eine Unit mit 220 Mitarbeitern geführt hat. Und er besitzt großen Fußballbezug. Mit seinen Qualitäten vereinigt er all das, was die Position nach der Zusammenlegung der Bereiche Marketing und Finanzen verlangt“, erläuterte der 62-Jährige zufrieden.

Manfred Müller (65) bleibt Werder indes auch über den 1. Januar 2010 hinaus erhalten (siehe unten auf dieser Seite). Müller bekommt einen Beratervertrag. Lemke: „Der Aufsichtsrat hat ebenso einstimmig beschlossen, auf die wertvollen Erfahrungen von Manfred Müller, gerade im Bereich Stadionbau, bis zum Abschluss der Arbeiten im Weserstadion weiterhin zurückzugreifen.“

Nachfolger Klaus Filbry ist seit 15 Jahren für den Sportartikel-Konzern Adidas in wechselnden Bereichen tätig. Zuletzt stand er als Vice President Global Football Sports Marketing für die Gestaltung und Umsetzung der Verträge mit weltweiten Partnern in der Verantwortung. Der in Münster geborene Sportökonom leitete dabei die Kooperationen mit den internationalen Verbänden FIFA und UEFA, inklusive des Adidas-Engagements in der Champions League.

Filbry übernahm zudem die Steuerung der Kooperationen mit Fußballverbänden zahlreicher Länder sowie mit diversen Topclubs, unter anderem dem FC Chelsea, FC Liverpool, AC Mailand und Bayern München und mit internationalen Stars wie David Beckham, Lionel Messi, Kaka und Michael Ballack. „Er ist ein erfahrener Mann in der Branche“, weiß Müller über seinen Nachfolger zu berichten.

Filbry sieht seine neue Aufgabe bei Werder als eine „tolle Herausforderung. Sie bietet mir die große Chance nach meinen langjährigen Erfahrungen bei Adidas eine neue gesamtkaufmännische Verantwortung zu übernehmen.“ Die Möglichkeit, die weitere Entwicklung des Vereins aus einer interessanten Position heraus mitzugestalten, „ist äußerst reizvoll“, sagt der Manager, der die Werder-Philosophie fortsetzen will: „Werder hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Meine Aktivitäten werden auf einem stabilen Fundament aufbauen. Das gilt es weiter zu stärken.“ Detailliert zu seinem Konzept will sich der 42-Jährige erst mit seinem Amtsantritt im Januar äußern.

Mit der Verpflichtung von Filbry hat sich Werder somit gegen eine interne Lösung entschieden. Kandidaten waren Ehrenspielführer Marco Bode, Oliver Rau (Marketing) und Controller Hinrich von Hallen gewesen.

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