Werder Bremen zu Gast beim FC Schalke

Klassiker im Ruhrpott

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Das letzte Mal trafen die beiden Clubs im April aufeinander: Werders Tom Trybull (l.) kämpft gegen den Schalker Jefferson Farfan um den Ball, im Hintergrund trabt Marco Höger.

Bremen/Gelsenkirchen - Von Marcel Kloth. Wenn am Samstag um 15:30 Uhr der 89. Bundesliga-Klassiker zwischen Werder und Schalke angepfiffen wird, hatten die Königsblauen keine 72 Stunden Zeit, um sich von der Champions-League-Niederlage in London zu erholen. Kann Werder diesen Vorteil nutzen und endlich wieder gegen Schalke gewinnen? Um 15.15 Uhr startet an dieser Stelle unser Live-Ticker zum Spiel.

Besser als erwartet: Mit diesen Worten lässt sich Werders aktuelle Position in der Tabelle wohl treffend beschreiben. Die Bremer finden sich auf Platz acht wieder und kratzen sogar an den internationalen Plätzen.

Doch daran denkt an der Weser niemand. In den letzten sechs Partien vor der Winterpause wartet ein knallhartes Restprogramm auf das Team von Trainer Robin Dutt. Sollte Werder in den verbleibenden Härtetests nicht ausreichend punkten, geht es in der Tabelle schnell wieder abwärts.

Dutt setzte sich langfristige Ziele und erklärte diese Spielzeit zur „Übergangssaison“. Mit einem sicheren Platz im Mittelfeld wären also alle Verantwortlichen zufrieden. Dennoch sollen gegen Schalke Punkte aus der Veltins-Arena mitgenommen werden.

Nach dem 2:0-Erfolg in Berlin am vergangenen Wochenende steht Schalke zum zweiten Mal in dieser Saison im oberen Tabellendrittel. Damit bewegt sich die Mannschaft von Trainer Jens Keller aber unter den eigenen Ansprüchen. Als Saisonziel waren ursprünglich die direkten Champions-League-Plätze angepeilt.

Von spielerischen Leistungen, wie sie Dortmund und Bayern ihren Fans bieten, sind die Königsblauen aber weit entfernt. Am Mittwochabend verloren sie sang- und klanglos mit 0:3 gegen Chelsea und haben nur dank der aktuellen Gruppenkonstellation noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz in der europäischen Spitzenklasse.

Statistik spricht knapp für Werder

Die Gesamtbilanz spricht knapp für Werder: Von 89 Partien gewannen die Bremer 38, 18 Spiele endeten unentschieden und 32 Duelle gingen aus grün-weißer Sicht verloren. Allerdings hat Werder die Schalker nur in zwei der letzten 17 Spiele besiegt und keine der letzten fünf Begegnungen gewonnen. Vier Spiele gegen die Bremer in Folge haben die Schalker sogar für sich entscheiden können.

Das lag aber auch daran, dass Werder in der vergangenen Saison gegen Schalke unglaublich viel Pech hatte. Beispielsweise scheiterte man zweimal am Aluminium und einmal rettete Lewis Holtby in letzter Sekunde auf der Linie. Keiner der aktuellen Bremer hat dementsprechend eine positive Bilanz gegen Schalke. Besonders auffällig ist dabei die Statistik von Offensivkapitän Aaron Hunt. Er verlor acht seiner zehn Bundesliga-Spiele gegen Schalke.

Schalkes Mittelfeldjuwel Julian Draxler erzielte vergangene Woche in Berlin sein erstes Saisontor. Ob damit der Torknoten bei ihm endlich geplatzt ist, ist offen. Nun trifft er auf seinen Lieblingsgegner Werder - gegen die Hanseaten traf der Nationalspieler in allen seiner drei vergangenen Partien gegen den Club aus Bremen.

Der Trainer der Königsblauen, Jens Keller, gewann als Trainer beide Bundesliga-Spiele gegen Werder und das sogar jeweils ohne Gegentor. Mit Schalke hat er in der Vorsaison 2:0 gewonnen, mit Stuttgart vor drei Jahren sogar 6:0. Das ist bis heute sein höchster Bundesliga-Sieg als Trainer.

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