Kinderspaß ersetzt Profi-Stress

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Dieter wird Eilts Leiter der Werder-Fußballschule

Bremen - Achteinhalb Jahre war er fort, jetzt ist Dieter Eilts wieder da. Zurück bei Werder – „das fühlt sich richtig gut an“, sagt der Bremer Ehrenspielführer, der gestern vor Medienvertretern seinen neuen Vertrag unterschrieb.

Dass er dabei nicht in ein Blitzlichtgewitter getaucht wurde, war dem Umstand geschuldet, dass er bei Werder keine der Top-Positionen einnehmen wird. Nicht Trainer oder Manager, sondern Leiter der im Februar startenden Werder-Fußballschule steht als Stellenbezeichnung in dem Arbeitspapier. „Das ist genau das, was ich machen möchte“, sagt Eilts.

Dieter Eilts unterschreibt Vertrag bei Werder Bremen

Dieter Eilts unterschreibt Vertrag bei Werder Bremen

Der Europameister von 1996 verschreibt sich dem Breitensport – freilich mit einer kommerziellen Komponente. Denn den Unterricht in der Werder-Fußballschule gibt‘s nicht gratis. Das Angebot richtet sich an Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 13 Jahren und umfasst verschiedene „Camps“. Eilts: „Wir wollen alle ansprechen, aber in keinem Fall in Konkurrenz zu den Vereinen treten.“ So soll die Fußballschule keine getarnte Talentsuche sein. „Darum geht es uns überhaupt nicht“, beteuert Eilts: „Alles soll ohne Druck ablaufen und einfach nur Spaß machen.“ Ihm auch.

Der Weg, den er nach Ende seiner Karriere 2002 gegangen war, hatte ihm nicht die erwartete Freude gebracht. Nach dem Trainerstart bei Werders U 19 folgte ein Engagement beim DFB als U 19- und später U 21-Coach, im November 2008 dann die Aufgabe als Cheftrainer bei Zweitligist Hansa Rostock. Nach nur viereinhalb Monaten war für den 31-fachen Nationalspieler wieder Schluss – er war entlassen und um eine Erfahrung reicher: „Für mich ist seither klar, dass ich auf keinen Fall ins Profi-Geschäft zurück möchte. Den Druck will ich einfach nicht mehr.“

Dann lieber Fußball-Schule. In Bassum hatte er es mit einem Ferienangebot schon mal probiert und erkannt: „Das Schönste auf der Welt ist ein Kinderlachen.“ Jetzt soll er es im Auftrag von Werder Bremen auf die Gesichter zaubern: „Die Begeisterung und die Leidenschaft, die immer noch in mir steckt, möchte ich an die Kids weitergeben.“ · csa

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